Stützkollar
Englisch: collaring
Holz- oder Eisenteil zur Befestigung der Pumpen in einem Schacht.
Manschette: der Halsring, der eine Pumpe unter Tage fixiert
Im tiefbaulichen Bergbau ist eine Manschette ein Metall- oder Holzband, ein Ring oder eine Halsringbaugruppe, die eine Pumpe an der Schachtröhre an einem festen Punkt sichert. Wenn Wasser oder andere Flüssigkeiten unter Tage gefördert werden, müssen die Pumpe und ihre Förderleitung gegen Vibrationen, Wärmeausdehnung und das Gewicht der darüber liegenden Säule stabil bleiben. Die Manschette klemmt die Pumpenbaugruppe an der Schachtstruktur fest und verhindert ein Verrutschen und eine Fehlausrichtung, die zu Dichtungsfehlern oder ungleichmäßigem Verschleiß führen würde.
Die Bauweise variiert je nach Pumpentyp und Schachtkonstruktion. In älteren Bergwerken besteht die Manschette häufig aus einem Holzblock oder Eisenhalsring, der um den Pumpenkörper geschraubt oder verschweißt ist und mit hervorstehenden Laschen an der Schachtstruktur verankert wird. Moderne Anlagen verwenden üblicherweise präzisionsgegossene Eisenringe oder gefertigte Stahlhülsen, die den Pumpenkörper mit Spannschrauben oder Madenschrauben greifen. Die Manschette sitzt auf oder nahe dem oberen Lagerbock der Pumpe, wo sich mechanische Spannungen konzentrieren. Bei langen Schachtröhren können mehrere Manschetten verwendet werden, um die Last zu verteilen und seitliche Bewegungen zu kontrollieren.
Anordnung und Wartung
Die Manschette ist bei vertikalen oder geneigten Schachtpumpen am kritischsten, wo Schwerkraft und Säulengewicht die Pumpenbaugruppe ständig nach unten ziehen. Eine falsch angebrachte Manschette kann die Pumpe schrittweise absenken, wodurch sich Packungsgelenke öffnen und Luft in das System eindringt, was zu Kavitation und Effizienzverlust führt. Eine zu straffe Manschette kann andererseits das Pumpengehäuse verformen und interne Spalte beschädigen. Die Manschette selbst muss auf Korrosion und Ermüdung überprüft werden, besonders wo Wasserkontakt auftritt. In tieferen Bergwerken kann ein thermischer Wechsel durch unterschiedliche Grundwassertemperaturen geschraubte Manschetten mit der Zeit lockern, weshalb regelmäßiges Nachziehen als Teil der planmäßigen Wartung erforderlich ist.Der Begriff Manschette ist zwar weitgehend auf traditionelle Tiefschacht- und Tiefbrunnenpumpen beschränkt und kommt in historischen Bergbaukontexten sowie bei noch in Betrieb befindlichen Altanlagen in historischen Bergwerken vor. Moderne Bergbauunternehmen haben fest montierte Säulenpumpensysteme weitgehend durch flexiblere Tauchpumpen und oberirdische Auslaufarrangements ersetzt, die den Bedarf an einer Manschette deutlich reduzieren oder ganz ausschließen. Wo sie noch verwendet wird, bleibt eine sachgerechte Manschettenauslegung für die Pumpenlanglebigkeit und eine sichere Wasserförderung unverzichtbar.