Wäsche
Englisch: launder
Eine Rinne, die Bergleute verwenden, um pulverisiertes Erz aus der Kiste zu empfangen, in der es zerschlagen wird, oder zum Transport von Wasser zu den Stampfen oder anderen Geräten zum Zerkleinern des Erzes.
Launder: erztransportrinne in Zerkleinerungskreisläufen
Ein Launder ist ein Kanal oder eine Rinne, meist aus Holz, Stahl oder Beton gebaut, der Erzpulver oder Erztrübe zwischen Verarbeitungsstufen in einer Mühle oder einem Aufbereitungswerk transportiert. In historischen Seifenwasch- und Harterzbergbaubetrieben empfingen Launder zerkleinertes Material von Pochwerken, Backenquetschern oder ähnlichen Maschinen und leiteten es zur Klassierung, Schwerkrafttrennung oder weiteren Vermahlung. Der Begriff hat sich in der modernen metallurgischen Praxis erhalten, obwohl sich die Ausrüstung erheblich weiterentwickelt hat.
Launder arbeiten nach dem Schwerkraftfluss oder sanftem Gefälle. Eine typische Erzrinne könnte 30 bis 60 Zentimeter breit und mehrere Meter lang sein mit einer Neigung von 5 bis 15 Grad, um einen gleichmäßigen Durchsatz ohne übermäßige Turbulenzen zu halten. Das Bodenprofil ist oft V-förmig oder U-förmig, um die Materialanhäufung zu minimieren und eine gleichmäßige Verteilung zu sichern. In Nasskreisläufen wirkt Wasser als Transportmedium; in Trockenkreisläufen bewegt sich das Material über die Rinnensohle. Die Zufuhrregelmäßigkeit hängt von einer konstanten Abgabe stromaufwärts und einem Gefälle ab, das steil genug ist, um die Reibung zu überwinden, aber flach genug, um Ablagerungen oder Materialverlust zu vermeiden.
Häufige Varianten sind Querlaunder (die den Strom auf mehrere Ziele verteilen), gebogene Launder (verwendet, um die Richtung ohne scharfe Winkel zu ändern, die Verschleiß und Verschüttung verursachen) und Launder mit inneren Umleitern oder Riffelblechen zur Verbesserung der Schichtung während der Schwerkraftkonzentration. Die Materialwahl ist wichtig: Holzlaunder sind billig und dämpfen Stöße, verschleißen aber schnell; Stahllaunder widerstehen Schlägen, können aber in sauren Trüben korrodieren; gummigefütterte oder Kunststoffrinnen verlängern die Lebensdauer in verschleißintensiven Kreisläufen.
Verschleiß und Leistungsprobleme sind verbreitet. Abrasive Erzpartikel, besonders grober Quarz oder Magnetit, zerstören die Verschleißoberfläche innerhalb von Wochen oder Monaten. Verstopfungen treten auf, wenn das Material zu fein ist, der Feuchtegehalt zu hoch oder das Gefälle zu flach ist. Verschüttungen an Austragsöffnungen verursachen Erzverlust und Umweltgefährdung. Betreiber überwachen den Launerzustand visuell und durch Messung des Durchsatzes; verschlissene Abschnitte werden typischerweise repariert oder ersetzt, anstatt komplett erneuert zu werden.
Das Wort selbst stammt vom französischen lavandière (Wäscherin) und vom lateinischen lavare (waschen) ab, was die ursprüngliche Funktion des Erzwaschens widerspiegelt. Heute bleibt der Begriff bestehen, auch wenn Launder trocken sind, ein sprachliches Überbleibsel aus der Ära der Schwerkraftnassaufbereitung. In integrierter Mühlengestaltung werden Launder oft absichtlich übergroß ausgelegt, um als temporäre Puffer zwischen Maschinen mit unterschiedlichen Zykluszeiten zu wirken und so den stromaufwärtigen Druck zu reduzieren und stromabwärts Unterversorgung zu vermeiden.