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Textiltechnik

Kamm

Englisch: comb

Ein gezahntes Holzwerkzeug zum Andrücken des Schussfadens gegen den vorherigen Fadenlauf, um ein dichtes Gewebe zu erzeugen.

Kamm: das Schlag- oder Webblatt des Webstuhls verdichtet dein Gewebe

Der Kamm ist ein flaches Werkzeug mit gleichmäßig verteilten Zähnen, das im Blatt oder Schlag des Webstuhls montiert ist. Wenn die Schütze horizontal über die Kettfäden läuft, schwingt der Kamm nach jedem Schuss nach vorne, um den neu eingelegten Schussfaden gegen die Webkante zu treiben. Dies ist die Linie, wo das fertige Tuch beginnt. Diese Verdichtung bestimmt die Gewebedichte, das Gewicht und die Griffe.

Industriewebstühle verwenden je nach Stoffgewicht und Webstuhldrehzahl Stahl- oder Holzkämme. Feinere Stoffe erfordern engeren Zahnabstand (höhere Schüsse pro Zoll) und steifere Kämme; schwerere Waren laufen schneller mit größerem Abstand. Die Zähne sind typischerweise 0,5 bis 2 mm dick und haben einen Abstand von 0,5 bis 2 mm. Verschlissene oder gebrochene Zähne erzeugen Streifen und ungleichmäßiges Weben, was einen vorzeitigen Austausch erzwingt. Ein stumpfer oder nicht ausreichend steifer Kamm setzt den Schuss nicht fest genug, hinterlässt weiche Stellen im Tuch und reduziert die Effizienz.

Kammbetätigung und Timing

Das Timing und die Kraft des Kammschlags sind entscheidend. Er muss treffen, nachdem der Schuss gelegt ist, aber bevor die nächste Öffnung entsteht, um den Faden zu fixieren. Bei modernen Webstühlen steuern hydraulische oder mechanische Schlagsysteme dies präzise. Ein zu aggressiver Schlag beschädigt zarte Filamentgarne oder dehnt elastische Fasern; ein zu sanfter Schlag hinterlässt Durchhang und lose Kanten. Bediener überwachen die Tuchabzugsspannung und Schussabstände, um sicherzustellen, dass der Kamm gerade und flach gegen die Webkante trifft.

Die Geometrie des Kamms beeinflusst auch die Kantenbildung. Kammzähne an den Seiten der Öffnung, die Randkämme, sind manchmal gewinkelt oder anders beabstandet, um Kräuseln zu verhindern und eine saubere Kantenstruktur zu gewährleisten. Schmalere Stoffe laufen mit einem Kamm; breitere Waren verwenden mehrere Kämme in Reihe oder ein segmentiertes Blatt mit unabhängigen Abschnitten.

Die Kammwartung ist Routine, aber unverzichtbar. Zähne werden gerade eingezogen, der Abstand wird mit Grenzlehren überprüft, und Kämme werden nach einem Plan getauscht, der an Betriebsstunden und Stofftyp gebunden ist. Ein verbogener oder beschädigter Zahn wird im Betrieb fast nie repariert; der ganze Kamm wird ausgewechselt, um die Webequalität und Webstuhreffizienz beizubehalten.

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