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Bahntechnik

Kombinationswagen

Englisch: combination car

Eisenbahnwagen mit zwei oder mehr Abteilen für unterschiedliche Zwecke zum Transport von Fahrgästen und Gütern.

Kombinationswagen: ein Wagenkasten, mehrere Aufgaben

Ein Kombinationswagen ist ein einzelner Eisenbahnwagen, der in zwei oder mehr unterschiedliche Abteile unterteilt ist, von denen jedes für eine separate Funktion ausgelegt ist. Die häufigste Anordnung verbindet einen Personenwagen mit einem Gepäck- oder Postfach und ermöglicht es einer einzelnen Besatzung, beide Dienste auf derselben Fahrt zu bedienen. Diese Konsolidierung reduzierte die Betriebskosten für Nebenstrecken und sekundäre Strecken, auf denen das Aufkommen keine separate Ausrüstung rechtfertigte.

Der Personenbereich nahm typischerweise 40 bis 60 Fuß der Wagenlänge ein und war mit Sitzplätzen für 30 bis 50 Fahrgäste ausgestattet. Der verbleibende Platz, normalerweise 15 bis 25 Fuß, war für den Express-, Post- oder Gepäckverkehr abgeteilt. Eine Tür oder ein Durchgang ermöglichte dem Personal den Zugang zwischen den Abteilen, ohne dass Fahrgäste den Wagen verlassen mussten. Einige Wagen unterteilten den Frachtbereich weiter in separate Post- und Gepäckbuchten, jede mit einer eigenen Ladetür an der Außenseite.

Regionale und betriebliche Varianten

Kombinationswagen wurden am häufigsten auf Regional- und Nebenbahn-Diensten in Nordamerika von den 1890er Jahren bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eingesetzt. Elektrische Straßenbahnen setzten sie auch ausgiebig für den gemischten Personen- und Paketverkehr ein. Das Design fiel nach dem Zweiten Weltkrieg in Ungnade, da Busse den Kurzstrecken-Personenverkehr übernahmen und Lastkraftwagen die Paketbeförderung übernommen hatten, wodurch Kombinationswagen wirtschaftlich obsolet wurden.

Strukturell folgten Kombinationswagen der Standard-Holz- oder Stahlrahmenbauweise ihrer Zeit. Die nach 1920 gebauten Wagen verwendeten normalerweise Stahluntergurte und Seitenschwellen, wobei der Personenbereich durch Dampfrohre von der Lokomotive beheizt wurde. Der Gepäckbereich blieb ungeheizt. Die Wagenlänge reichte von 65 bis 85 Fuß und war schwerer als reine Personenwagen aufgrund der strukturellen Trennwand zwischen den Abteilen und der zusätzlichen Bodenstärke, die für das Laden von Fracht erforderlich war.

Der Begriff spiegelte ehrliche Betriebssprache wider: Der Wagen kombinierte zwei Ertragsfunktionen in einer Einheit und unterschied sich damit vom Express- oder Postwagen (Einzelzweck) und vom Personenwagen (nur Fahrgäste). Einige Eisenbahnen nannten sie Kombinationsgepäck- und Personenwagen oder einfach Kombinwagen in Firmendokumenten, doch beide Begriffe bezeichneten die gleiche Ausrüstung.

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