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Bahntechnik

Speeder

Englisch: speeder

Ein motorisierter Schienenwagen für Gleisarbeiterrupps.

Speeder: das motorisierte Arbeitspferd der Eisenbahnkolonne

Ein Speeder ist ein leichtes, motorgetriebenes Schienenfahrzeug, das Gleisarbeiter und leichte Ausrüstungen auf den Schienen transportiert. Im Gegensatz zu vollwertigen Lokomotiven sind Speeder kompakt und speziell für Wartungs- und Inspektionsaufgaben konzipiert, üblicherweise mit Muskelkraft oder kleinen Verbrennungsmotoren angetrieben. Sie fahren wie jeder andere Güterwagen direkt auf den Schienen, doch ihre bescheidene Größe und ihr geringes Gewicht ermöglichen es Kolonnen, sie schnell für Schotterbetten-, Schienenersatz-, Vegetationsschnitt- und Schadensaufnahmen einzusetzen, ohne den Hauptverkehr zu beeinträchtigen.

Die meisten Speeder wiegen zwischen 800 und 2.500 Pfund und sind 10 bis 16 Fuß lang. Ein Standardfahrzeug bietet vier bis sechs Arbeitern Platz auf Bankettseitzen und hat ein kleines Ladefach für Werkzeuge und Material. Die Antriebsmittel sind unterschiedlich: ältere Modelle nutzen handgepumpte oder pedalgetriebene Systeme, während moderne Speeder auf Benzin- oder Dieselmotoren mit 5 bis 25 PS setzen, die die Räder über ein einfaches Getriebe oder Riemensystem antreiben. Einige elektrische Modelle mit Bordbatterien haben sich in lärmempfindlichen Gebieten durchgesetzt.

Varianten und Spezialausführungen

Die Eisenbahnindustrie kennt mehrere Ausführungen. Flach-Speeder transportieren nur die Kolonne; mit Pumpenböcken oder Kompressoren ausgestattete Fahrzeuge werden zu Werkzeugträgern für Schwellenwechsel oder Schienenbearbeitung. Tamper-Speeder haben Vibrationsplatten für die Schotterverdichtung. Manche schweren Ausführungen sind mit kleinen Kränen oder Pfahlbohrgeräten ausgestattet. Regionale Bahnen schweißen gelegentlich eigene Aufbauten auf Standard-Rahmen und passen Speeder an lokale Bedingungen und Arbeitsabläufe an. Der Begriff verschwimmt manchmal mit dem des Motor-Car, einer breiteren Kategorie für jedes schienengestützte Motorfahrzeug unter Lokomotivgröße.

Die Betriebsgefahren konzentrieren sich auf Sichtbarkeit und Entgleisungsrisiko. Speeder haben einen minimalen Abstand über dem Schienenkopf, weshalb Überbauten tödlich sein können; Bediente müssen ständig nach Brückenbauwerken, Vegetation und durchhängenden Leitungen Ausschau halten. Die Gewichtsverteilung ist entscheidend: Überladung verschiebt den Schwerpunkt und verringert den Radauflag in Kurven. Unsachgemäße Lagerung oder Wartung von Benzinmotoren hat Brände ausgelöst. Schienen mit starkem Rost oder Ausbrüchen erzeugen unerwarteten Widerstand und können Räder aus dem Gleis werfen.

Der Begriff Speeder stammt wahrscheinlich aus den frühen 1900er Jahren, als die ersten motorisierten Kolonnenfahrzeuge einen dramatischen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Handwagen bedeuteten und wirklich dafür geschätzt wurden, dass sie Kolonnen schnell zwischen Arbeitsstellen transportierten. Heute sind Speeder unverzichtbar auf Nebenbahnen und ländlichen Strecken, wo eine vollwertige Lokomotive unrentabel wäre. Viele Class-II- und Shortline-Bahnen verlassen sich auf Speeder-Flotten als ihre wichtigste Nicht-Lokomotive-Ausrüstung; Class-I-Betriebe reservieren sie eher für Spezialaufgaben, während U-Bahn- und Leichtbahnsysteme sie großteils durch speziell gefertigte Wartungsfahrzeuge ersetzt haben.

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