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Drucktechnik

Contone

Englisch: contone

adjectiveDrucktechnik

Mit kontinuierlichem Tonverlauf von Weiß bis Schwarz, anstelle einer Annäherung wie Rasterung.

Contone: Durchgehende Tönung ohne Rasterpunkte

Ein Contone-Bild zeigt eine kontinuierliche Abstufung von Tönen von den hellsten Lichtern bis zu den tiefsten Schatten, ohne das Punktmuster oder die Schraffur, die für die Halbtondruck-Reproduktion charakteristisch ist. Im Druck bedeutet das, dass die Vorlage echte Zwischentöne und Farben enthält, anstatt optischer Illusionen, die durch Rasternetze mit unterschiedlichen Punktgrößen oder Abständen entstehen. Fotografie, Airbrush-Art und digitale Malerei sind von Natur aus Contone; sobald sie in herkömmliche Offset- oder Hochdruck-Arbeitsabläufe gelangen, müssen sie in Halbtonform geraster werden, da diese Druckmaschinen keine durchgehende Tönung halten können.

Contone-Originale stellen ein Erfassungs- und Workflow-Problem für konventionellen Offsetdruck dar. Eine Kamera oder ein Scanner erfasst die vollständige Tonskala, aber die Druckmaschine kann nur Farbe aufbringen oder Papier blank lassen. Die Lösung seit dem frühen 20. Jahrhundert ist das Halbtonraster, ein feines Liniengitter oder Punktmuster, das das Bild in druckbare Einheiten aufteilt. Die Feinheit des Rasters (gemessen in Linien pro Zoll, typisch 150 bis 300 lpi in der kommerziellen Produktion) bestimmt, ob das Halbtonmuster mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Ein schlecht gewähltes Raster kann Moiré-Muster einführen oder Details in Schatten und Lichtern verlieren.

Digitale Workflows haben die Contone-Grenze verwischt. Hochauflösende Inkjet- und moderne fotografische Druckverfahren können Contone-ähnliche Ausgaben direkt erzeugen und variable Punktgrößen oder Tintendichten ohne periodische Rasterstruktur aufbringen. Laser- und elektrofotografische Druckmaschinen verwenden stochastisches Screening mit zufälliger Punktplatzierung, das durchgehende Tönung besser nachahmt als herkömmliche Zeilenraster. Diese Technologien haben Contone-ähnliche Ergebnisse ohne Filmseparation und Rastern zugänglich gemacht, obwohl die zugrunde liegende Technologie die Tönung immer noch in diskrete Stufen quantisiert.

Der Begriff Contone selbst leitet sich von Continuous Tone ab und unterstreicht das Fehlen diskreter Stufen oder Muster. In der Druckvorstufe werden Contone-Originale oft als Flächenkunst oder durchgehende Kunst beschrieben, um sie von Strichkunst zu unterscheiden, die nur reines Schwarz und Weiß ohne Zwischenwerte enthält. Die Unterscheidung ist wichtig für die Wahl der Reproduktionsmethode, die Scanauflösung und die Leistungsfähigkeit des Ausgabegeräts. Ein Foto ist von Natur aus Contone; ein Logo ist Strichkunst.

In der Praxis hängt die Wahl zwischen Erhalt der Contone-Qualität und Akzeptanz von Halbtonrastern von Budget, Bedruckstoff und Druckmaschinentyp ab. Kunstdrucke und hochwertiges Verpackungsmaterial rechtfertigen oft stochastische oder Inkjet-Verfahren, um sichtbare Punktstrukturen zu vermeiden. Massenproduktion von Magazinen und Zeitungen akzeptiert herkömmliches Rastern als bekannter Kompromiss zwischen Kosten und Wiedergabetreue. Das Verständnis, was Contone ist, hilft dabei zu erkennen, wo Tonverluste und Musterartefakte in die Reproduktionskette eingehen.

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