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Bauwesen

Auftraggeber

Englisch: contractee

Die Partei eines Bauvertrags, die nicht der Auftragnehmer ist; häufig der Grundstückseigentümer.

Auftraggeber: die Partei, die den Auftragnehmer zur Verantwortung zieht

Ein Auftraggeber ist die Partei, die einen verbindlichen Vertrag mit einem Auftragnehmer abschließt, um Arbeiten ausführen zu lassen. Im Bauwesen ist dies in der Regel der Grundstückseigentümer, der Entwickler oder ein von diesem beauftragter Vertreter, der den Auftragnehmer beauftragt und die rechtliche Befugnis hat, die Vertragsbedingungen durchzusetzen. Der Auftraggeber kann auch als Auftraggeber, Eigentümer oder Principal bezeichnet werden, wobei diese Begriffe je nach Gerichtsbarkeit und Vertragsstruktur teilweise unterschiedliche rechtliche Bedeutung haben.

Die Hauptaufgabe des Auftraggebers besteht darin, den Leistungsumfang zu definieren, Termine und Budgets festzulegen und Zahlungen gemäß den vereinbarten Bedingungen zu leisten. Bei kleineren Projekten kann der Auftraggeber ein einzelner Hausbesitzer sein. Bei größeren Arbeiten ist es häufig ein Entwicklungsunternehmen, ein als Vermittler fungierender Generalunternehmer oder ein speziell zur Vertretung der Interessen des Eigentümers beauftragter Bauleiter. Ob der Auftraggeber direkt in den täglichen Betrieb auf der Baustelle eingebunden ist, hängt ganz davon ab, was im Vertrag festgelegt ist.

Ein Auftraggeber hat unterschiedliche rechtliche Pflichten und Rechte. Der Auftraggeber muss den Zugang zur Baustelle gewährleisten, erforderliche Informationen für die Arbeiten bereitstellen, Genehmigungen und Zahlungen pünktlich erteilen und sich von Handlungen enthalten, die den Auftragnehmer an der Ausführung hindern. Im Gegenzug hat der Auftraggeber Befugnisse: das Recht, Arbeiten zu überprüfen, mangelhafte Ergebnisse abzulehnen, Verzugsschadenersatz für Verzögerungen zu berechnen und Zahlungen zu verweigern, wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind. Die meisten Baustreitigkeiten entstehen aus Unstimmigkeiten darüber, ob der Auftraggeber diese Pflichten erfüllt hat.

Auftraggeber versus Auftragnehmer

Die Unterscheidung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ist rein direktional. Der Auftragnehmer ist die Partei, die beauftragt wurde, die Arbeiten auszuführen; der Auftraggeber ist die Partei, die ihn beauftragt hat und die Kosten trägt. In einem Subunternehmen-Szenario kann eine einzelne Partei beides sein: Ein Generalunternehmer ist der Auftraggeber im Umgang mit einem Subunternehmer, bleibt aber Auftragnehmer im Umgang mit dem Eigentümer. Das Verhältnis wird immer durch die jeweilige gültige Vereinbarung definiert.

Der Begriff Auftraggeber taucht am häufigsten in formalen Rechtsdokumenten und in Gesprächen zwischen Baufachleuten auf, die sich mit Vertragsverwaltung befassen. Im alltäglichen Gespräch auf der Baustelle ist er weniger gebräuchlich, wo man eher von Eigentümer, Auftraggeber oder Principal spricht. Das Verständnis der Rolle des Auftraggebers ist für jeden, der Arbeiten verwaltet, essentiell, da Vertragsverletzungen, Zahlungsstreitigkeiten und Zeitplanprobleme in der Regel davon abhängen, welche Pflichten der Auftraggeber erfüllt hat oder nicht.

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