Baumwollfeld
Englisch: cottonfield
Ein Feld, in dem Baumwollpflanzen angebaut und geerntet werden.
Baumwollfeld: vom Samen bis zur Ernte
Ein Baumwollfeld ist eine bewirtschaftete Landfläche, die dem Anbau von Baumwollpflanzen, Gossypium-Arten, vom Pflanzen bis zur maschinellen oder manuellen Ernte gewidmet ist. Die Feldgestaltung, Bodenvorbereitung und Bewässerungssysteme sind alle darauf ausgerichtet, den 150 bis 200 Tage dauernden Wachstumszyklus der Pflanze und die erforderliche großflächige Technik zu unterstützen.
Baumwollfelder unterscheiden sich je nach Region und Anbaumethode erheblich. Im amerikanischen Süden und Westen erstrecken sich Felder typischerweise über Hunderte von Acres und werden mit Radschleppern bearbeitet, die Kreiselhacken, Flammenkultivatorgeräte und mechanische Pflücker tragen. Die Reihenabstände liegen üblicherweise bei 30 bis 40 Zoll je nach Bodenart und Wasserverfügbarkeit. In anderen Regionen wird Baumwolle auf kleineren Flächen mit manueller Arbeit angebaut. Bewässerung ist in trockenen Zonen entscheidend; Flutbewässerung, Kreiselpivots und Tropfbewässerungssysteme sind je nach Wasserkosten und Bodenentwässerung verbreitet.
Das Feld selbst muss gegen Schädlingsbefall, insbesondere gegen Baumwollkapselstecher und Baumwollwürmer, verwaltet werden; diese werden durch eine Kombination aus Insektizidspritzungen, Sortenauswahl und Pflanzterminierung bekämpft. Die Unkrautkontrolle beginnt vor dem Pflanzen mit Glyphosatspritzungen und setzt sich während der Saison durch Reihenkultur und Spritzungen nach dem Aufgang fort. Der Nährstoffbedarf ist hoch: Baumwolle entzieht dem Boden erhebliche Mengen Stickstoff und Phosphor, daher werden Felder normalerweise mit Leguminosen oder Weizen rotiert oder jährlich gedüngt.
Ernte und Feldvorbereitung
Baumwollfelder sind erntebereit, wenn die Kapseln aufgeplatzt sind und die Fasserfeuchte im Bereich von 7 bis 9 Prozent liegt. Dies tritt normalerweise 4 bis 6 Wochen nach den ersten Blüten auf. Moderne mechanische Pflücker arbeiten am effizientesten auf Feldern, die relativ eben, frei von Stoppeln und Rückständen aus früheren Ernten und ohne Hindernisse wie Steine oder Metall sind, die die Spindeln des Pflückers beschädigen könnten. Felder werden oft vor dem Einsatz des Pflückers gestutzt oder die Stängel heruntergedrückt, um Verunreinigungen zu reduzieren.
Die Wirtschaftlichkeit und Geografie der Baumwollproduktion sind unmittelbar mit den Feldeigenschaften verbunden: Wasserzugang, frostfreie Tage, Bodentextur und Nähe zu Baumwollentkernungsanlagen. Der Ertrag eines Feldes kann je nach Schädlingsdruck, Bewässerungszeitpunkt und Sortenauswahl um 30 bis 50 Prozent schwanken. Das Baumwollfeld als System zu verstehen, Boden, Wasser, Schädlinge, Arbeit und Technik, ist für jeden, der die Produktion in großem Maßstab verwaltet, unerlässlich.