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Bauwesen

CP

Abkürzung für Contract Package.

CP: ein abgegrenztes Leistungspaket für die Ausschreibung

Ein Leistungspaket (CP) ist eine in sich geschlossene Gruppierung von Arbeiten, Materialien oder Leistungen, die als einzelne Ausschreibungseinheit innerhalb eines größeren Bauprojekts zusammengefasst wird. Der Generalunternehmer oder Projektleiter unterteilt den Gesamtumfang in CPs, damit Fachunternehmer und Lieferanten für definierte, eigenständige Teile kalkulieren können, statt auf den gesamten Auftrag zu konkurieren. Jedes CP umfasst in der Regel ein Gewerk, ein Gebäudesystem oder einen Bereich der Baustelle.

CPs sind im Hochbau und im Tiefbau Standard. Ein Bürogebäude mittlerer Höhe könnte in CPs für Stahlbau, Haustechnik, Elektroinstallation, Innenausbau und Außenarbeiten aufgeteilt werden. Jedes CP geht in die Ausschreibung, und der beauftragte Unternehmer ist für alle Arbeiten innerhalb des Paketumfangs verantwortlich: Arbeitskräfte, Materialien, Geräte und Abstimmung mit Nachbargewerken. Die Anzahl der CPs hängt von der Projektkomplexität, der Kostenkontrollstrategie und davon ab, ob der Generalunternehmer mit vielen kleinen Subunternehmen oder wenigen größeren Spezialfirmen arbeiten möchte.

Die Grenzen eines CP müssen klar und verbindlich festgelegt sein. Scope Creep, fehlende Positionen und Streitigkeiten darüber, welches CP eine bestimmte Leistung abdeckt, kosten Zeit und Geld. Gut definierte CPs enthalten Zeichnungen, Spezifikationen, eine detaillierte Leistungs- und Massenliste sowie ausdrückliche Schnittstellen: wer stellt Baustromversorgung bereit, wer schützt fertiggestellte Arbeiten, wer koordiniert die Bauabschnitte. Schlecht ausgegrenzte CPs führen bereits vor Baubeginn zu Nachträgen.

Manche Projekte verwenden Pauschalpreise für CPs, bei denen der Unternehmer einen Preis für den gesamten Umfang bietet; andere nutzen Einheitspreise, bei denen der Unternehmer einen Satz pro Position kalkuliert (pro Laufmeter Luftkanal, pro Tonne Schüttmaterial) und der Endpreis mit den tatsächlichen Mengen angepasst wird. Ein einzelnes CP kann von einem Unternehmen oder mehreren Bietern kalkuliert werden, wenn die Leistung groß oder spezialisiert ist. Bei Fast-Track-Projekten werden CPs phasenweise ausgeschrieben und gebaut, mit späteren Phasen, die geplant werden, während frühere noch laufen.

Das Leistungspaket ist ein Planungs- und Beschaffungsinstrument, keine juristische Person. Es erscheint im Bauablaufplan, im Budget und in den Ausschreibungsunterlagen, aber das CP selbst schließt keinen Vertrag ab. Der erfolgreiche Bieter für jedes CP wird Vertragspartei eines Subunternehmervertrags (oder eines direkten Vertrags, falls das CP groß genug ist) mit Bedingungen, die auf den CP-Umfang und die Unterlagen verweisen. Bei öffentlichen Aufträgen sind CPs oft gesetzlich vorgeschrieben, um offenen Wettbewerb und faire Preisgestaltung zu fördern.

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