SpracheEnglishDeutsch
Elektrotechnik

CPE

Abkürzung für Customer-Premises Equipment.

CPE: die Ausrüstung auf deiner Seite der Netzwerkgrenze

Customer-premises equipment bezeichnet alle Telekommunikations- oder Datengeräte, die sich auf der Kundenseite des Netzabschlusspunkts befinden. Dies ist die rechtliche und praktische Grenze, an der die Verantwortung des Diensteanbieters endet und die des Kunden beginnt. Typische Beispiele sind Modems, Router, Telefonhörer, Set-Top-Boxen und Netzwerkkarten. Der Begriff etablierte sich, als Telefonnetzwerke vom vollständig vom Anbieter kontrollierten Netz zu Hybridmodellen übergingen, bei denen Kunden ihre eigenen Endgeräte besaßen.

Die Unterscheidung ist wichtig für Haftung und Wartung. Ein Fehler in der CPE ist das Problem des Kunden; ein Fehler in der Netzwerkabschlussausrüstung des Anbieters oder in der Leitung selbst ist das Problem des Anbieters. Diese Grenze ist physisch durch einen Demarcation Point gekennzeichnet, oft eine Wandbuchse oder eine Network Termination Unit (NTU). In älteren Telefonsystemen war es der Telefonhörer selbst. In modernem Breitband ist es typischerweise das Modem, das vom ISP bereitgestellt oder installiert wird, obwohl der Kunde den Router, der sich damit verbindet, besitzen kann.

Verschiedene Dienstart definieren CPE unterschiedlich. Bei DSL-Diensten bedeutet CPE normalerweise alles hinter dem DSL-Modem. Bei Glasfaser bis zu den Räumlichkeiten (FTTP) umfasst es das optische Netzwerk-Terminal (ONT) und alle benutzerbereitgestellten Geräte dahinter. Bei Mobilfunknetzen kann CPE sich auf Kundenfunkausrüstung wie Telefone oder Mobile Hotspots beziehen. Die genaue Grenze wird in dem Servicevertrag und der Netzwerkdokumentation festgelegt.

Fehlerbehebung hängt oft davon ab, wer CPE und Netz besitzt. Ein Kunde mit langsamer Verbindung kann ein ausfallender Modem, ein überlasteter Router oder überlastete drahtlose Kanäle haben, alles CPE-Probleme. Der Anbieter prüft zunächst, dass das Signal den Demarcation Point mit Spezifikation erreicht, und überlässt dem Kunden dann die Fehlersuche in seiner eigenen Ausrüstung. Manche Anbieter stellen verwaltete CPE bereit und kümmern sich um Software-Updates und Diagnosen aus der Ferne; andere stellen nur den bloßen Netzwerkabschluss bereit und überlassen alles andere dem Kunden.

Die regulatorische und kommerzielle Praxis rund um CPE hat sich erheblich verschoben. Frühe Telekommunikationsmonopole kontrollierten alle Ausrüstung. Die Deregulierung in den 1970er und 1980er Jahren ermöglichte es Kunden, ihre eigenen Telefone und Modems anzuschließen. Heute können Kunden in vielen Märkten Router von Drittanbietern und sogar Modems kaufen, obwohl ISPs einschränken können, welche Modelle für ihr Netz zugelassen sind. Dies erzeugt anhaltende Spannungen zwischen Kundenwahlfreiheit und Netzwerkqualitätssicherung.

Mehr aus Electrical engineering

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.