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Kfz-Technik

Crashbox

Englisch: crash box

Strukturbauteil neben dem Stoßfänger, das bei einem Aufprall Energie aufnimmt.

Crash Box: Knautschzone, die den ersten Aufprall aufnimmt

Eine Crash Box ist ein hohles Strukturbauteil, üblicherweise aus hochfestem Stahl oder Aluminium, das vertikal oder horizontal in der vorderen oder hinteren Rahmenschiene nahe der Stoßfänger montiert ist. Ihre einzige Funktion besteht darin, sich bei einem Aufprall auf kontrollierte Weise zu verformen, kinetische Energie aufzunehmen und die Geschwindigkeit zu verringern, mit der diese Energie auf den Fahrgastraum übertragen wird. Die meisten modernen Fahrzeuge haben mehrere Crash Boxen, die hintereinander gestapelt oder angeordnet sind.

Das Bauteil funktioniert durch progressive Knickung: Wenn die Stauchkraft aufgebracht wird, kollabieren die Wände entlang vorgegebener Falzlinien oder Schwachstellen nach innen und bauen Energie durch plastische Verformung ab, anstatt sie starr weiterzuleiten. Die innere Geometrie, Wanddicke und Materialqualität sind so ausgelegt, dass eine bestimmte Stauchkraft erreicht wird, üblicherweise gemessen in Kilonewton. Eine vordere Crash Box könnte je nach Fahrzeugklasse und behördlichen Vorgaben für einen Kollaps bei 150 bis 300 kN ausgelegt sein.

Crash Boxen gibt es in verschiedenen Querschnitten: hutförmige, rohr- oder kanalprofilierte Formen sind verbreitet. Manche Ausführungen enthalten innere Wabenfüllstoffe oder Schaumstoff, um die Energieaufnahme zu verbessern. Aluminiumausführungen sind leichter, erfordern aber dickere Wände; Stahlausführungen sind kostengünstiger und toleranter in der Fertigungsumsetzung. Die Länge liegt üblicherweise zwischen 300 und 600 Millimetern, positioniert zwischen der Rahmenschiene und dem Stoßfängerträger oder zwischen Strukturverstärkungen.

Der Begriff folgt der industriellen Tradition, Bauteile nach ihrer Funktion zu benennen. Im Gegensatz zu einem Stoßfänger, der das andere Fahrzeug berührt, oder einer Rahmenschiene, die Strukturlasten trägt, existiert eine Crash Box rein dafür, sicher zu versagen und Aufprall aufzunehmen. Bei behördlichen Crashtests beeinflusst die Leistung der Crash Box direkt, ob ein Fahrzeug die Frontal-Versatz-, Vollbreiten- oder Pfahlaufprallstandards von NHTSA, IIHS oder Euro NCAP erfüllt.

Wenn eine Crash Box außerhalb ihres Auslegungsbereichs arbeitet, kann sie nicht genug Energie aufnehmen und lässt den Aufprall in die Kabine eindringen, oder sie kollabiert zu früh und verringert die Verzögerungsstrecke. Eine Sichtprüfung nach selbst kleineren Unfällen ist kritisch; eine teilweise eingedrückte Crash Box verliert ihre Wirksamkeit bei einem nachfolgenden Aufprall. Ein Austausch ist üblicherweise nach zertifizierten Reparaturvorgaben erforderlich, da eine gebrauchte oder unsachgemäß reparierte Crash Box die Sicherheitsbewertung des Fahrzeugs gefährdet.

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