D-Säule
Englisch: D-pillar
Die senkrechte Stütze, die bei Autos die hintere Windschutzscheibe vom hinteren Seitenfenster trennt (bei Fahrzeugen mit mittlerem Seitenfenster zwischen Vorder- und Hinterfenster; siehe C-Säule).
D-Säule: die hintere Rahmenpfosten zwischen den hinteren Fenstern
Die D-Säule ist das senkrechte Strukturelement, das sich zwischen der hinteren Windschutzscheibe und dem hinteren Seitenfenster eines Autos befindet. Sie existiert nur auf Fahrzeugen mit einem mittleren Seitenfenster und erzeugt eine Drei-Fenster-Anordnung auf jeder Flanke: Vordertürscheibe, Mittelfenster und Hinterfenster. Bei einfacheren Karosserievarianten ohne Mittelfenster gibt es keine D-Säule; das Hinterfenster verbindet sich direkt mit der C-Säule.
D-Säulen sind bei Limousinen und Kombi-Karosserien anzutreffen, bei denen das Seitenglas in einzelne Scheiben unterteilt ist. Die Säule stützt den Fahrzeugrahmen und trägt zur Verdrehsteifigkeit des Fahrgestells bei. Wie andere Säulen weist sie geschweißte Verbindungen zur Dachlinie und zur hinteren Seitenwand auf und muss massiv genug ausgeführt sein, um die Crashsicherheitsstandards zu erfüllen, ohne dabei übermäßiges Gewicht hinzuzufügen. Dicke und Querschnittsprofil variieren je nach Fahrzeugklasse und Plattformdesign.
Die D-Säule erfordert typischerweise eine Verstärkung um die Türscharnierpunkte und Schlosshebel auf Fahrzeugen, bei denen das Mittelfenster geklappt oder verschiebbar ist. Dichtungsstreifen, die auf die Säulenkanten aufgebracht werden, verschließen den Spalt zwischen den Scheiben. Die Sichtbarkeit an der D-Säule vorbei kann eine Designbeschränkung darstellen, besonders bei der Sicht nach hinten schräg zur Seite, weshalb manche Modelle die Säule verjüngen oder ein dünneres Profilglas für die Befestigung verwenden.
Bei der Unfallanalyse und Karosserieinstandsetzung wird die D-Säule als Hauptlastweg behandelt. Bei Schäden, die einen Austausch erfordern, ist meist das Schneiden und Schweißen der Säule mit Dach und Seitenwand erforderlich; diese Strukturreparatur verlangt Vorrichtungsgenauigkeit und korrekte Panelausrichtung, um die Crashsicherheit des Fahrzeugs wiederherzustellen. Korrosion beginnt oft an geschweißten Nähten, wo die Säule angrenzende Bauteile verbindet, weshalb eine freie Entwässerung der Bohrlöcher für die Langzeitbeständigkeit wichtig ist.
Die Nomenklatur folgt der alphabetischen Reihenfolge der Hauptsäulen von vorne nach hinten: A-Säule (Windschutzscheibenstütze), B-Säule (Vordertür), C-Säule (Hinterfensterstütze bei Zwei-Fenster-Autos) und D-Säule. Vier-Fenster-Karosserien sind bei Pkw und kompakten SUVs relativ verbreitet, was die D-Säule für Karosserietechnikern und Automobilingenieure vertraut macht, obwohl sie bei einfacheren Coupés und vielen SUV-Designs nicht vorhanden ist.