Dandy
Englisch: dandy
Pferdegestützter Eisenbahnwagen, der auf einigen Nebenstrecken verwendet wurde.
Dandy: ein handgetriebenes Schienenkutschfahrzeug für Gleisarbeiter
Ein Dandy ist ein leichtes, von Hand gepumptes oder pferdegetriebenes Fahrzeug, das auf Eisenbahnschienen läuft und wurde historisch von Gleisbautrupps und Instandhaltungsteams auf Nebenbahnen und Abstellgleisen verwendet. Im Unterschied zu Vollbahn-Rollmaterial befördert ein Dandy eine kleine Besatzung, typischerweise vier bis acht Arbeiter, und deren Handwerkzeuge. Der Rahmen sitzt direkt auf zwei oder vier spurkranzigen Rädern, und frühe Modelle wurden durch ein von Arbeitern betriebenes Wippenhebelsystem angetrieben, das über eine Kurbel mit den Rädern verbunden war.
Die pferdegetriebene Variante, häufiger auf weniger erschlossenen Nebenbahnen in Nordamerika und Großbritannien im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, ersetzte das Handpumpen bei längeren Strecken. Ein einzelnes Pferd, mit speziellem Geschirr zwischen den Schienen eingespannt, zog das leichte Fahrzeug im Schrittempo. Diese Geräte waren ideal zum Kontrollieren des Gleises, zum Transport von Reparaturmaterialien oder zum Befördern von Arbeitern zwischen Abschnitten ohne einen Lokomotiveneinsatz.
Konstruktion und Betrieb
Ein typischer Dandy bestand aus einem Holz- oder Eisenrahmen, meist 12 bis 16 Fuß lang, montiert auf einer einzelnen Achse mit massiven Eisenrädern. Das Deck war offen oder hatte eine niedrige Bank für die Besatzung. Handgepumpte Modelle erforderten koordinierte Anstrengung: zwei Arbeiter drückten und zogen einen Hebel in entgegengesetzten Bögen, was einen Ratschenmechanismus betätigte und die Räder schrittweise drehte. Ein Bremshebel oder Bremsblock, von Hand oder mit einem Hebel betätigt, hielt das Fahrzeug an Gefällen an.
Dandys transportierten selten mehr als 500 Pfund Ladung und waren leicht genug, um von vier Männern aus den Schienen gehoben zu werden, wenn sich ein planmäßiger Zug näherte. Diese Transportierbarkeit war auf eingleisigen Strecken mit engem Platzangebot essentiell. Die spurkranzierten Räder hielten das Fahrzeug auch in Kurven mit 300 Fuß Mindestradius, typisch für Nebenbahnen, auf den Schienen.
Der Begriff Dandy erscheint in der amerikanischen Eisenbahnumgangssprache ab den 1870er Jahren, allerdings ist sein genauer Ursprung umstritten. Einige Quellen verbinden ihn mit dandy als kleinere oder elegante Version von etwas Größerem. Im frühen 20. Jahrhundert wurden Handpumpen-Modelle durch benzingetriebene Motorwagen und Gleiskurbel-Fahrzeuge verdrängt, doch pferdegetriebene und tretkraft-getriebene Varianten hielten sich auf abgelegenen Linien bis in die 1950er Jahre auf kleineren regionalen Bahnen.