SpracheEnglishDeutsch
Bahntechnik

Haltesignal

Englisch: danger signal

Ein Signal in Haltstellung mit roten Lichtern oder anderen Stoppanzeigen, das ein Lokomotivführer nicht passieren darf, bis es sich ändert oder von einem Fahrdienstleiter manuell freigegeben wird.

Gefahrsignal: das rote Licht, das Halt bedeutet, Punkt

Ein Gefahrsignal ist ein Eisenbahnsignal mit Haltbefehl, normalerweise ein rotes Licht oder gleichwertiges Zeichen, das einem Zug die Weiterfahrt untersagt. Der Lokführer muss den Zug vor dem Signalmast zum vollständigen Stillstand bringen und bleibt stehen, bis sich das Signal von selbst freigeben kann oder ein Fahrdienstleiter oder Dispatcher die Weiterfahrt manuell genehmigt. Dies ist der Hauptmechanismus zur Sicherung der Zugabstände und zur Vermeidung von Kollisionen auf einer Strecke.

Das Signal wird auf Gefahr gestellt, entweder weil ein anderer Zug den voraus liegenden Gleisabschnitt besetzt, weil Gleisbauarbeiten im Gange sind, oder weil das Signalsystem einen Fehler erkannt hat. Moderne Gefahrsignale haben typischerweise drei Stellungen (Gefahr, Vorsicht, Frei) oder vier Stellungen mit Farblichtsignalen. Ältere mechanische Signalarme zeigen Gefahr, wenn sie waagerecht oder steil angeordnet sind. Das Signal bleibt auf Gefahr, bis der Fahrdienstleiter die Bestätigung erhält, dass die Strecke voraus sicher ist; dann bedient er den Hebel oder gibt die Freigabe in ein computergestütztes Stellwerk ein.

Absolute und permissive Signale

Ein absolutes Gefahrsignal darf ohne ausdrückliche Genehmigung des Fahrdienstleiters niemals überfahren werden. Ein permissives Gefahrsignal, anzutreffen auf einigen Nebenstrecken oder Nebengleisen, darf unter bestimmten Umständen mit verminderter Geschwindigkeit und mit Vorsicht überfahren werden, aber nur nach Halt und mit klarer Genehmigung des Fahrdienstleiters. Diese Unterscheidung ist entscheidend: Ein permissives Signal als absolut zu behandeln oder umgekehrt ist ein schwerwiegender Betriebsfehler.

Lokführer werden trainiert, Gefahrsignale anhand ihrer Stellung, Farbe und eventueller Begleitwarnzeichen zu erkennen. Bei modernen Zügen mit automatischer Zugbeeinflussung (ATP) oder Positive Train Control (PTC) bremst das System automatisch, wenn der Lokführer versucht, ein Gefahrsignal zu überfahren, und bietet damit eine von menschlichem Urteilsvermögen unabhängige Sicherheitsebene. Diese Redundanz ist auf Hochgeschwindigkeitsstrecken und stark belasteten Strecken unerlässlich.

Der Begriff "Gefahrsignal" spiegelt die binäre Sicherheitslogik des Eisenbahnbetriebs wider: Ein Signal erlaubt entweder die Fahrt oder nicht. Jede Mehrdeutigkeit könnte tödlich sein. Dies ist der Grund, warum Eisenbahnsignale zu den am strengsten geregelten und standardisiertesten Geräten in der industriellen Nutzung gehören, mit strikten Regeln für ihre Installation, Wartung und den Betrieb in jedem nationalen Netz.

Mehr aus Rail equipment

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.