Totholzbestand
Englisch: dead stand
Ein Bestand aus abgestorbenen Bäumen.
Dead Stand: Waldbestand, dessen Bäume durch Krankheit, Witterung oder Schädlinge abgestorben sind
Ein Dead Stand ist ein Waldgebiet, in dem die meisten oder alle Bäume noch verwurzelt abgestorben sind und nur noch stehende Stämme und Äste hinterlassen. Im Unterschied zu einem geräumten oder geernteten Wald bleibt das Holz auf dem Stumpf stehen und schafft eine Landschaft aus gebleichten oder verdunkelten senkrechten Holzteilen. Dead Stands können je nach Todesursache von wenigen Hektar bis zu Tausenden von Hektar reichen.
Die Ursachen unterscheiden sich je nach Region und Klima. Borkenkäferbefall, besonders durch Fichtenkäfer in Nordamerika und Bergkiefernkäfer in westlichen Wäldern, tötet Bäume schneller ab als jede andere Ursache. Erkrankungen wie Wurzelfäule oder Krebs können Bestände über Jahre hinweg allmählich abtöten. Trockenstress schwächt Bäume und macht sie anfällig für Insektenbefall. Windwurf, Überschwemmungen oder vulkanische Asche können einen ganzen Bestand auf einmal abtöten. Brände, die Holz abtöten, ohne es zu verbrauchen, erzeugen ebenfalls Dead Stands, die sich von vollständig ausgebrannten Flächen unterscheiden, wo der Brennstoff komplett aufgebraucht ist.
Holzwert und Rettungshieb
Totes Holz verliert schnell an Wert. Das Kernholz wird spröde und neigt zu Rissen und Spalten. Das Splintholz wird durch Pilzbefall verfärbt oder verfärblich. Die Rinde lockert sich und fällt ab, wodurch das Holz weiterer Verwitterung und Insektenbesiedlung ausgesetzt ist. Ein Dead Stand ist normalerweise nur in den ersten Jahren nach dem Absterben wirtschaftlich rentabel zu nutzen, bevor das Holz seine Tragfähigkeit verliert. Rettungshiebe müssen schnell ablaufen; die Logistik kann schwierig sein, wenn der Bestand abgelegen oder im Steilgelände liegt.
Förster unterscheiden zwischen frisch abgestorbenen Beständen, in denen das Holz noch verkäuflich ist, und alten Dead Stands, aus denen nur noch Material minderer Qualität oder Energieholz gewonnen werden kann. Die Verfallsgeschwindigkeit hängt von Holzart, Klima und Insektenaktivität ab. In den meisten Klimazonen bauen Nadelholzarten schneller ab als Laubhölzer.
Dead Stands stellen komplexe Entscheidungen für die Waldbewirtschaftung dar. Sie erhöhen das Brandrisiko, da stehendes totes Holz hochentzündlich und trocken ist. Sie verringern den Lebensraum für einige Arten, schaffen aber Bedingungen für andere, darunter Spechte und Käfer. Dead Stands unharvested zu belassen ist oft günstiger als ein Rettungshieb, aber diese Wahl hängt vom Brandrisiko, der Gesundheit des angrenzenden Waldes und den Marktbedingungen für minderwertige Hölzer ab.