SpracheEnglishDeutsch
Luftfahrttechnik

Segelfluglandung

Englisch: deadstick landing

nounLuftfahrttechnikidiomatic

Notlandung eines normalerweise angetriebenen Luftfahrzeugs ohne Motorleistung.

Landung mit Triebwerksausfall: Gleiten zum Boden mit abgeschalteten Motoren

Eine Landung mit Triebwerksausfall ist eine Notlandung, bei der ein Flugzeug ohne Triebwerksleistung absinkt. Der Pilot steuert den Sinkflug und die Richtung allein durch aerodynamische Flächen: die Steuerorgane, die Flügelgeometrie und die Schwerkraft. Es steht keine Schubkraft zur Verfügung, weder weil die Triebwerke ausgefallen sind, abgeschaltet wurden noch weil ihnen der Treibstoff ausgegangen ist. Das Flugzeug muss eine geeignete Landestelle erreichen, bevor es so viel Höhe verliert, dass es nicht mehr steuerbar ist.

Der Begriff spiegelt die praktische Wirklichkeit wider. Ein "Steuerknüppel" (das Steuerhorn oder der Steuerknüppel) wird zum Steuern von Höhenruder und Querneigung während des Sinkflugs verwendet, aber die Triebwerke sind "tot". Ein geübter Pilot kann die Gleitweite durch genaue Geschwindigkeitsregelung vergrößern, zielt dabei typischerweise auf einen flachen Sinkwinkel, der Fluggeschwindigkeit und Höhenverlust ausgleicht. Bei Starrflüglern hängt die Gleitweite von der aerodynamischen Effizienz ab: Ein leichtes, hocheffizientes Flugzeug könnte eine Gleitzahl von 15:1 oder besser erreichen, was bedeutet, dass es einen Fuß auf 15 Fuß Vorwärtsflug verliert, während schwerere oder weniger effiziente Flugzeuge möglicherweise nur 5:1 oder 8:1 schaffen.

Eine Landung mit Triebwerksausfall unterscheidet sich von einem normalen Gleitflug, der ein geplanter Sinkflug unter Triebwerksleistungsregelung ist. Eine Situation mit Triebwerksausfall ist ungeplant und unerwünscht. Sie unterscheidet sich von einer Wasserlandung oder Außenlandung, die beschreiben, wo das Flugzeug zum Stehen kommt, nicht wie es dorthin gelangt. Hubschrauber müssen mit anderen Dynamiken umgehen, da die Rotorträgheit auch ohne Triebwerksleistung noch Auftrieb bietet, obwohl die Autorotation besondere Technik und Bedingungen erfordert.

Für Wartungsmannschaften und Unfallermittler signalisiert ein Ereignis mit Triebwerksausfall mögliche Triebwerksausfälle, Kraftstoffsystemprobleme oder elektrische Ausfälle, die die Triebwerke gestoppt haben. Die Überprüfung nach der Landung konzentriert sich darauf, ob die Triebwerke zum Zeitpunkt der Landung tatsächlich Leistung erbrachten, ob Kraftstoff verfügbar war, ob die Zündung aktiv war und ob der Pilot während des Sinkflugs die richtigen Wiederanlassprozeduren befolgt hat. Erkenntnisse aus Triebwerkzerlegung, Kraftstoffsystemanalyse und Cockpitsprachaufzeichnungen bestimmen die Ursache.

Die Fähigkeit, eine Landung mit Triebwerksausfall zu erkennen und durchzuführen, ist Teil der Pilotenausbildung, bleibt aber ein Notfallverfahren. Moderne Flugzeugsysteme haben Redundanz in der Kraftstoffversorgung, der Zündung und manchmal auch in Triebwerk-Neustartmechanismen, um Triebwerksausfallszenarien zu verringern. Dennoch können Strukturschäden, Kraftstoffverunreinigung oder vollständiger Stromausfall die Situation dennoch erzwingen. Der Begriff bleibt ein wesentliches Vokabular in der Unfalluntersuchung und Wartungsfehlerbehebung.

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