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Bergbau und Gewinnung

Grubenanteil

Englisch: dish

Der Anteil der Bergwerksförderung, der dem Grundeigentümer oder Betreiber bezahlt wird.

Dish: Anteil eines Grubenbesitzers an der gewonnenen Rohstoffmenge

Im Bergbau, besonders in der älteren britischen und europäischen Praxis, war ein Dish der Anteil an gewonnener Rohstoffmenge oder Mineral, der dem Grundstückseigentümer oder Inhaber der Mineralienrechte als Entgelt für den Zugang zum Lagerfeld gehörte. Dies unterschied sich vom Anteil des Betreibers oder Pächters. Der Dish stellte einen unmittelbaren Anspruch auf Material dar, nicht auf eine Barausgleich, weshalb es eine Form der Naturalhaftung war, die häufig vorkam, wenn Bergbauvorhaben klein, verstreut oder unter komplexen Besitzverhältnissen betrieben wurden.

Umfang und Zusammensetzung des Dish variierten nach Region, Mineraltyp und Pachtvertrag. In einigen Zinn- und Kupferbergbauregionen von Cornwall und Devon konnte der Dish als fester Anteil der Gesamtförderung festgelegt sein, üblicherweise ein Zehntel oder ein Achtel der gewonnenen Rohstoffe. In anderen Zusammenhängen, besonders beim Kohleabbau, konnte es ein bestimmtes Volumen oder Gewicht bedeuten, das an bestimmten Wochentagen oder im Monat gewonnen wurde. Das Messen und Überprüfen des Dish erforderte oft die Anwesenheit eines vom Eigentümer bestellten Bevollmächtigten in der Grube, um dessen Trennung und Abtransport zu überwachen.

Praktische Verwaltung und Niedergang

Die Verwaltung des Dish erzeugte Verwaltungskonflikte. Die Bestimmung, welche Rohstoffe qualifizierten, die Verhinderung von Austausch mit Abraum und die Organisation des Transports erforderten ständige Verhandlungen zwischen Betreiber und Eigentümer. Dies machte das System umständlicher als einfachere prozentuale Tantiemen, die bar gezahlt wurden. Mit zunehmender Mechanisierung, Zentralisierung und Durchführung im größeren Maßstab während des 18. und 19. Jahrhunderts fiel der unmittelbare physische Materialtransfer in den meisten Rechtsordnungen aus der Mode.

Der Begriff erscheint in historischen Bergbauunterlagen, Pachtdokumenten und Vermessungsberichten vom 16. bis 19. Jahrhundert, ist aber im modernen Bergbau weitgehend veraltet. Der heutige Bergbau nutzt stattdessen Tantiemeverträge, Vorauszahlungen und Einnahmenanteile. Das Wort bleibt hauptsächlich in historischen Dokumentationen und in der Terminologie erhalten, die von Bergbaumuseen und Archivforschern bewahrt wird, die vormoderne und frühindustrielle Abbauverfahren untersuchen.

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