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Drucktechnik

Double Pica

Englisch: double pica

nounDrucktechnikdated

Große Schriftgröße, standardisiert auf 22 Punkt (UK) oder 24 Punkt (US).

Doppel-Cicero: eine Schriftgröße, die den großformatigen Druck prägte

Doppel-Cicero ist eine typografische Maßeinheit für große Schriftgrößen, die in der Ära des Bleisatzes als Standard etabliert wurde. In der britischen Praxis maß sie 22 Punkt; in amerikanischen Gießereien waren es 24 Punkt. Der Begriff gehört zum traditionellen Punktsystem, das den Bleisatzguss regelte, wo die Größen in benannten Abstufungen anstiegen: Cicero (12 Punkt), Mittel (18 Punkt), Doppel-Cicero und größere Schnitte. Diese Standardisierung war entscheidend, weil ein Setzer Schrift nur in diesen anerkannten Größen bestellen konnte, und Druckereien lagerten Matrizen und Stempel entsprechend.

Das "Doppel" im Namen bezieht sich auf die Verdopplung des Cicero-Maßes, der Grundeinheit der Schriftgrößen. Ein Cicero entspricht ungefähr 1/6 Zoll, sodass Doppel-Cicero eine beachtliche Breite auf der Seite einnahm. Bei 24 Punkt im amerikanischen System lag Doppel-Cicero zwischen dem kleineren 18-Punkt-Mittel und der 28-Punkt-Paragon-Größe. Sie war ein Arbeitspferd für Display-Satz: Titelseiten, Plakatankündigungen, Zeitungskopfzeilen und Rechtsdokumente, bei denen Gewicht und Lesbarkeit zählten.

Praktische Grenzen und Gießprobleme

Doppel-Cicero-Schrift, ob aus Messingmatrizen gegossen oder aus Stahlschlägen bearbeitet, schuf echte Produktionshindernisse. Je größer die Type, desto mehr Metall pro Zeichen nötig, desto höher die Gießtemperatur und desto länger die Abkühlzeit. Unterschneidungen (überlappende Buchstaben) wurden bei dieser Größe wegen der mechanischen Masse schwierig. Serifen und feine Linien konnten verstopfen oder fehlerhaft gegossen werden. Eine Gießerei, die Doppel-Cicero herstellte, musste separate Ausrüstung unterhalten: schwerere Schriftformen, größere Gießmaschinen, eigene Lagerbereiche.

Der Unterschied zwischen dem britischen 22-Punkt- und dem amerikanischen 24-Punkt-Standard schuf Reibungen im internationalen Druck. Ein Satz aus einem Land konnte im anderen nicht direkt ohne Umgießen oder Vergrößern repliziert werden, was Setzer und Kunden frustrierte. Diese Fragmentierung hielt bis Didot- und Punktsystem sich im 20. Jahrhundert allmählich anpassten, obwohl vollständige Einheitlichkeit nie eintrat.

Doppel-Cicero wurde mit dem Fotosatz in den 1960er und 1970er Jahren obsolet, das die mechanischen Zwänge des Bleisatzes überflüssig machte. Digitale Schriftsysteme verzichten völlig auf Gießen und benannte Größen und ermöglichen jede beliebige Punktgröße. Der Begriff überlebt dennoch in historischen Drucktexten und im Vokabular von Handdruckern, die mit bestehenden Bleisammlung arbeiten.

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