duco
Mit Autolack anstreichen.
duco: ein Fahrzeug mit synthetischem Lack spritzen
Duco bedeutet, Autolack auf eine Fahrzeugkarosserie aufzutragen, üblicherweise mit der Spritzpistole. Der Begriff stammt aus Australien und Neuseeland der Mitte des 20. Jahrhunderts und leitet sich von der Duco-Marke des Synthetiklacks von DuPont ab, die zur Allgemeinbezeichnung für den Prozess selbst wurde. Im modernen Gebrauch erstreckt sich die Anwendung über das ursprüngliche DuPont-Produkt hinaus auf jede Anwendung von synthetischem Autolack, wobei das Verb in Commonwealth-Autofachbetrieben regionale Stärke behält.
Duco-Lacke trocknen durch Lösungsmittelverdunstung statt durch chemische Härtung. Das war eine Neuerung, weil sie in Stunden statt in Tagen aushärteten. Der Lack besteht aus in flüchtigen organischen Verbindungen gelöstem Nitrozellulose und wird typischerweise auf eine Spritzfähigkeit von 18 bis 22 Sekunden im Ford-Cup-Viskosimeter verdünnt. Die Verarbeitung erfordert Druckluft von 40 bis 50 psi, korrekte Spritztechnik zur Vermeidung von Läufern und Absackungen sowie Werkstattbedingungen zwischen 15 und 25 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit unter 85 Prozent.
Der Prozess verlangt mehrere dünne Schichten, von denen jede nach dem Trocknen mit 180er bis 220er Körnung geschliffen wird. Eine vollständige Neulackierung erfordert üblicherweise Grundierung, zwei bis drei Farbschichten und eine Klarlack- oder Lackschutzschicht für Glanz und Schutz. Die Arbeit ist anspruchsvoll: Falscher Pistolenabstand, Geschwindigkeit oder Überlappelung erzeugen Orangenhautstruktur, Staubkörner oder ungleichmäßige Färbung.
Synthetiklacke wurden in der modernen Automobilherstellung weitgehend durch Polyurethan- und wasserlösliche Acrylatssysteme verdrängt, die bessere Haltbarkeit, niedrigere Umweltbelastung und die Einhaltung von Vorschriften für flüchtige organische Verbindungen bieten. Allerdings bleibt Duco bei Karosseriebetrieben, Restaurierungsarbeiten und kleinen unabhängigen Lackierbetrieben verbreitet, besonders in Australien und Neuseeland, wo der Begriff trotz veränderter Chemie darunter bestehen bleibt.
Das Verb duco überlebt als Ausdruck praktischer Automobilkultur in Regionen, wo es Fuß gefasst hat. Ein Karossier könnte sagen 'wir lackieren dieses Bauteil morgen', ohne unbedingt die DuPont-Formulierung der 1930er Jahre zu meinen. Der Begriff trägt das Gewicht eines bestimmten Werkzeugs und einer bestimmten Ära und wird locker verwendet, um zu bedeuten, was er beschreibt: eine Autokarosserie spritzen.