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Drucktechnik

Duodezim

Englisch: duodecimo

Papierformat, das durch Falten und Schneiden eines einzelnen Druckbogens in 12 Blätter entsteht; etwa 16,5 bis 19 cm Höhe, etwa 11,5 cm Breite.

Duodecimo: ein Buchformat aus zwölf Falzungen eines Bogens

Ein Duodecimo ist ein Buch oder eine Broschüre, die durch dreimaliges Falten eines großen Papierblattes entsteht und zwölf Blätter beziehungsweise vierundzwanzig Seiten ergibt. Der Begriff stammt vom lateinischen duodecimus, was zwölfte bedeutet. In der Praxis haben Duodecimo-Bände eine Höhe von etwa 13 bis 19 cm und eine Breite von ungefähr 11 cm, was sie tragbar und wirtschaftlich zu produzieren macht. Dieses Format wurde ab dem sechzehnten Jahrhundert Standard für Romane, Nachschlagewerke und Taschenausgaben.

Die Herstellungsmethode erklärt sowohl die Bezeichnung als auch die Abmessungen. Ein Drucker druckte Satz oder Bilder auf einem großen Bogen, falzte ihn dann zweimal senkrecht, um vier Blätter (acht Seiten) zu erhalten, und falzte ihn ein drittes Mal, um zwölf Blätter (vierundzwanzig Seiten) zu schaffen. Alle vierundzwanzig Seiten auf diesem einen Bogen wurden als Lage zusammengefasst und geheftet. Mehrere Lagen wurden dann kollationiert und gebunden, um das fertige Buch zu bilden. Diese Wirtschaftlichkeit machte Duodecimo für Verleger mit Handpressen und begrenzten Papiervorräten attraktiv.

Formatbezeichnung und Varianten

Drucker kürzten Duodecimo historisch als 12mo ab, eine Kurzform, die heute noch in Bibliographien und antiquarischen Katalogen verwendet wird. Ein verwandtes Format namens Sextodecimo (16mo) entstand durch vier Falzungen und bot noch kleinere Seiten; Duodecimo blieb praktischer für längeres Lesen. Die tatsächlichen Endabmessungen variierten leicht je nach Papierverschnitt beim Binden, weshalb Messungen immer ungefähr waren. Papierqualität und Drucktechnik beeinflussten das Endprodukt ebenfalls, besonders vor der industriellen Standardisierung.

Obwohl Schnellpressen und standardisierte Papierformate die Verwendung von Duodecimo im zwanzigsten Jahrhundert reduzierten, blieb das Format für bestimmte Anwendungen bestehen. Massenmarkt-Taschenbücher orientierten sich oft an Duodecimo-Proportionen. Moderne Bindereien können heute Taschenformate beliebig produzieren, statt sie zu falzen, doch das historische Duodecimo bleibt in der Buchgeschichte bedeutsam und wird bei der Beschreibung älterer Bestände verwendet.

Sammler und Bibliothekarinnen erkennen Duodecimo als Zeichen der Herstellungsmethode und Epoche. Ein Buch mit der Markierung 12mo im Katalog verrät dir, wie es hergestellt wurde, aus welcher Zeit es wahrscheinlich stammt und etwas über sein Zielpublikum und seine Verbreitung. Das Format war wie Leinen oder Leder eine Form von Wirtschaftlichkeit und Zugänglichkeit.

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