SpracheEnglishDeutsch
Drucktechnik

Saxon

nounDrucktechnikdated, rare

Schriftgrad zwischen German und Norse, 2-Punkt-Schrift.

Saxon: Eine vergessene Schriftgröße zwischen German und Norse

Saxon war eine historische Schriftgröße im Bleisatz, die in der Hierarchie zwischen German (18-Punkt) und Norse (20-Punkt) angesiedelt war. Sie maß ungefähr 19 Punkt und stellte damit eine seltene Zwischenstufe in Schriftgießerei-Katalogen dar. Der Begriff taucht in Schriftmusterwerken des neunzehnten Jahrhunderts von britischen und kontinentaleuropäischen Druckern auf, war aber nie so verbreitet oder standardisiert wie die benannten Größen, die ihn einrahmten.

Die Benennungskonvention für diese Schriftgrößen spiegelte sowohl regionale Drucktradititionen als auch Schriftgießerei-Praktiken wider. Die German- und Norse-Bezeichnungen deuten auf Ursprünge in der mitteleuropäischen Schriftgießerei hin, wo regionale Vorlieben die Größennomenklatur beeinflussten. Saxon, vermutlich mit der deutschen Region Sachsen verknüpft, bot einen praktischen Mittelweg für Setzer, die eine Größe zwischen üblichen Standards brauchten. Allerdings gaben Drucker häufiger einfach direkt Punktgrößen an oder nutzten vertrautere Zwischenstufenbezeichnungen, statt Saxon zu verwenden.

Warum Saxon in Vergessenheit geriet

Im frühen zwanzigsten Jahrhundert war Saxon aus Schriftmustern und Setzer-Handbüchern praktisch verschwunden. Die Standardisierung von Punktmesssystemen (besonders das Didot- und später das amerikanische Punktsystem) machten benannte Größen überflüssig. Schriftgießereien organisierten ihre Angebote zunehmend nach klaren Punktabständen statt nach regionalen oder historischen Namen. Ein Setzer, der 19-Punkt-Schrift brauchte, würde einfach 19-Punkt anfordern, statt Saxon in einem Musterbuch zu suchen.

Der Begriff überdauert heute nur noch in historischen typografischen Referenzen und in der Erforschung viktorianischer und edwardianischer Druckpraktiken. Saxon in einem Schriftkatalog erwähnt zu finden ist heute ein zuverlässiges Indiz für ein Dokument aus dem achtzehnten oder neunzehnten Jahrhundert. Für moderne Drucker oder Designer hat der Name keine praktische Bedeutung; er gehört zum Fachvokabular der Bleisatzgießerei, einer Beruftradition, die eingefroren in der Zeit verharrt.

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