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Forst und Holz

Yarder

Englisch: yarder

Motorgetriebene Forstmaschine zum Transport von Baumstämmen mit einem Kabel- und Winsersystem.

Yarder: das Kabel- und Winde-Hebungssystem, das Baumstämme aus dem Wald zum Holzplatz transportiert

Ein Yarder ist eine stationäre oder mobile Forstmaschine mit einer oder mehreren motorgetriebenen Winden und einem komplexen Geflecht aus Stahlseilen. Sie wird verwendet, um gefällte Baumstämme über schwieriges Gelände zu einem zentralen Sammelplatz, dem sogenannten Holzplatz (Landing), zu ziehen. Die Maschine selbst sitzt gewöhnlich auf einer stabilen Basis, wobei mobile Yarder auf Raupen- oder Radfahrgestellen montiert sind. Der Bediener arbeitet aus einer Kabine mit Hydrauliksteuerung, die Spannung und Geschwindigkeit mehrerer Seilstränge regelt, die oft hunderte Meter weit in das Schlaggelände laufen.

Die Standard-Yarder-Konfiguration nutzt ein Hauptseil (zum Ziehen des Stammes), ein Rücklaufseil (zum Zurückholen der Rigging-Ausrüstung) und ein Seitenseil (zum Positionieren der Stämme seitwärts). Größere Betriebe arbeiten mit Systemen aus zwei oder sogar drei unabhängigen Winden. Die Drahtseildurchmesser liegen zwischen 16 mm für leichte Durchforstungsarbeiten und 32 mm oder mehr für schwere Alttimber-Stämme. Die Winden-Motoren werden typischerweise von Dieselmotoren mit 75 bis 250 PS angetrieben, je nach Geländeneigung und Holzvolumen.

Yarder leisten ausgezeichnete Dienste an steilen Hängen, wo Bodenrücken mit Radmaschinen unmöglich oder ökologisch schädlich wird. Ein Bodenplatz-Yarder steht am Landing; ein Schwenk-Yarder (oder Seitwärts-Yarder) kann seinen Ausleger schwenken, um Stämme über einen größeren Bogen zu erreichen. Luftseilbahn-Systeme hängen den Schlitten komplett über dem Waldboden auf und minimieren so Bodenschäden, erfordern aber präzise Rigging und koordinierte Fachbesatzungen.

Die Arbeit erfordert ständige Aufmerksamkeit auf Seilspannung, Rigging-Winkel und Lastgewicht. Gerissene Seile unter Spannung können mit tödlicher Kraft durch den Wald peitschend wirken. Die Rigging-Besatzung muss Schäkel (Seilschlaufen) um Stämme positionieren und freie Transportwege sicherstellen, um Verklemmungen zu vermeiden. Schlechte Sicht vom Holzplatz aus, gepaart mit der Unmöglichkeit, Lasten durch dichtes Waldwerk zu beobachten, schafft tote Winkel, wo Unfälle passieren.

Der Begriff Yarder stammt vom Yarding-Prozess selbst, dem Sammeln und Transportieren von Stämmen vom Fällort zum Holzplatz. In der nordamerikanischen Forstterminologie wird er unterschieden vom Skidder, der Stämme bodengestützt zieht, und vom Forwarder, der Stämme in schwebender Last transportiert. Hochwertige Holzbetriebe in steilem Gelände, besonders im Pazifischen Nordwesten und Teilen Skandinaviens, sind auf Yarder-Systeme als Standardverfahren zum Holztransport zur Straße angewiesen.

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