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Bahntechnik

Lokomotivputzer

Englisch: engine cleaner

nounBahntechnikdated

Ein Arbeiter, der Eisenbahnnlokomotiven reinigt, besonders Dampflokomotiven in der Zeit der Dampfbahn.

Lokomotivputzer: Der Mann, der Dampflokomotiven in Schuss hielt

Ein Lokomotivputzer war ein junger Eisenbahnwerkstatt-Mitarbeiter, der für die regelmäßige Reinigung und kleinere Wartung von Lokomotiven, besonders Dampflokomotiven, zuständig war. Diese Tätigkeit gab es in Eisenbahnwerkstätten und Lokomotivschuppen vom neunzehnten Jahrhundert bis ins Dieselzeitalter, wurde aber überflüssig, als die Dampftraktionen auslaufen gelassen wurden. Die Arbeit war mühsam, schmutzig und diente als Einstieg in den Eisenbahnbau-Beruf.

Dampflokomotiven brauchten ständige Aufmerksamkeit, um funktionsfähig und sicher zu bleiben. Ein Lokomotivputzer nutzte Kratzer, Drahtbürsten und Petroleum oder Diesel, um Kohlestoff-Ablagerungen, Fett und Rost von Kesselmantel, Rauchkammer-Türen, Steuerwerk und Laufbrettern zu entfernen. Er lehrte die Aschekästen nach dem Erkalten, reinigte Flammrohre und Röhren, wo sich Ruß ansammelte, und bürstete korrodierte Metallflächen mit Draht ab, bevor die Lokomotive neu gestrichen oder wieder in Dienst gestellt wurde. Die Arbeit setzte sie Ätznatron aus, das zur Kesselreinigung verwendet wurde, und den scharfen Metallkanten der Maschinen selbst aus.

Hierarchie und Ausbildung

Lokomotivputzer standen auf der untersten Stufe der Lokomotiv-Werkstatt-Hierarchie. Ein Lehrling oder angehender Putzer konnte zum Heizer aufsteigen, dann zur Fußplatte-Besatzung, oder seitwärts in spezialisierte Rollen wie Schlosser oder Kesselschmied wechseln. Einige Eisenbahnen betrieben formelle Putzkolonnen, die bestimmten Schuppen oder Depots zugeordnet waren; andere beschäftigten Putzer auf Gelegenheits- oder saisonaler Basis. Die Tätigkeit erforderte physische Ausdauer, Aufmerksamkeit für Sicherheitsmaßnahmen und Vertrautheit mit dem Aufbau von Lokomotiven, da ein Putzer wissen musste, welche Bauteile Drahtbürsten vertrugen und welche schonendere Behandlung brauchten.

Der Begriff ist heute historisch. Diesel- und Elektrolokomotiven brauchten deutlich weniger äußere Reinigung als Dampflokomotiven, die sowohl äußerlich tadellos aussehen als auch funktionieren mussten. In den 1960er und 1970er Jahren war die Tätigkeit aus britischen und nordamerikanischen Eisenbahnen weitgehend verschwunden. Der Beruf lebt nur noch als spezialisierte Tätigkeit auf Museumsbahnen und bei Dampflok-Erhaltungsvereinen, wo Freiwillige ähnliche Arbeiten an restaurierten Lokomotiven ausführen.

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