SpracheEnglishDeutsch
Bahntechnik

durchleppert

Englisch: piped

adjectiveBahntechnik

Bei einem Schienenfahrzeug ausgestattet mit durchgehender Bremsleitung, ohne dass das Fahrzeug selbst von dieser bremsend wirkt.

Durchlaufwagen: Ein Eisenbahnwagen zum Weitergeben des Bremsdrucks

Ein Durchlaufwagen ist ein Wagen mit einer durchgehenden Bremsleitung, die sich über seine gesamte Länge erstreckt, normalerweise von einer Kupplung zur anderen, der aber keine eigenen Betriebsbremsen hat, die an diese Leitung angeschlossen sind. Die Leitung selbst ist passive Infrastruktur: Sie führt den Luftdruck von der Lokomotive oder dem Bremsenwagen weiter, der tatsächlich das Bremsen steuert, und leitet dieses Signal an die Wagen weiter hinten im Zug weiter. Der Durchlaufwagen trägt nichts zur Bremsleistung des Zuges bei, darf das Signal aber nicht unterbrechen.

Diese Anordnung ist in Güterzügen und gemischten Zügen üblich, wo nicht jeder Wagen eigenständige Bremsausrüstung benötigt. Ein Durchlaufwagen mit Kohlebeladung oder ein offener Wagen beispielsweise dient der Bremsleitung nur als Leitung. Die Leitung besteht normalerweise aus Stahl, hat einen Durchmesser von etwa 25 bis 32 Millimetern und wird an jedem Ende über flexible Schläuche und Schnellkupplungen oder Schraubkupplungen verbunden. Im Wagen wird die Leitung entweder entlang des Rahmens geführt oder durch Clips und Halterungen gestützt, um sie von beweglichen Teilen und der Ladung freizuhalten.

Warum und wo Durchlaufwagen wichtig sind

Die Kosten und der Wartungsaufwand für einzelne Bremszylinder und Ventile an jedem Wagen wären erheblich, besonders in langen Güterzügen, wo viele Wagen keine Gefahrgüter transportieren und mit gemäßigten Geschwindigkeiten fahren. Mit Durchlaufwagen können Betreiber die Bremskontrolle über den ganzen Zug ausdehnen, ohne jede Einheit auszurüsten. Dies ist in europäischen Eisenbahnnetzen und Museumsbahnen üblich, in der nordamerikanischen Güterverkehr weniger verbreitet, wo Druckluftbremsen häufiger sind.

Das Wesentliche ist die Druckkontinuität. Ein Leck, eine Blockade oder eine falsch gekuppelte Leitung beeinträchtigt oder unterbricht das Pneumatiksignal und lässt Wagen hinter der Unterbrechung ungebremst. Deshalb müssen Durchlaufwagen regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Leitung in gutem Zustand ist, ordnungsgemäß gestützt wird und vollständig gekuppelt ist. Ein Durchlaufwagen, der den Bremsdruck nicht wirksam weiterleitet, wird bei der dynamischen Bremsung zur Belastung, da die Bremsleistung des Zuges um das Eigengewicht dieses Wagens verringert wird.

Der Begriff spiegelt die physikalische Realität wider: Der Wagen ist definiert durch das, was hindurchläuft, nicht durch das, was er tut. Ein Durchlaufwagen hat die Leitung; er ist nicht im Sinne von Rohrleitungen oder Entwässerungssystemen ausgestattet. In Zugbildungslisten und betrieblichen Dokumenten werden Durchlaufwagen oft gekennzeichnet oder vermerkt, damit die Bremsleistungsberechnungen die tatsächliche Anzahl der gebremsten Einheiten berücksichtigen und die Verzögerungskapazität des Zuges nicht überschätzen.

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