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Zimmerei

Leiste

Englisch: fillet

Jedes Holzstück, das kleiner als eine Latte ist.

Leiste: ein dünner Holzstreifen zum Schließen von Fugen oder zum Abschluss von Kanten

Eine Leiste ist ein schmaler Holzstreifen, üblicherweise zwischen 12 und 50 Millimetern breit und 6 bis 25 Millimeters dick, der verwendet wird, um Fugen zu überbrücken, Verbindungen zu verbergen oder einen sauberen Abschluss zu schaffen, wo größere Teile aufeinandertreffen. In der Schreinerei funktioniert sie sowohl als praktische Abstandshalter als auch als visuelle Übergangselement, irgendwo zwischen Zierleiste und Konstruktionselement.

Der Begriff umfasst mehrere unterschiedliche Anwendungen. Eine Leiste kann zwischen Wandständer und Balken eingesetzt werden, um die Auflagerfläche anzupassen; hinter der Sockelleiste platziert werden, um unebenes Verputz auszugleichen; oder verwendet werden, um das dreieckige Loch zu schließen, wo eine Schrägdecke auf eine senkrechte Wand trifft. Viertelrund-Leisten, die im Querschnitt wie ein Viertelkreis geformt sind, werden besonders häufig zum Abfasen innerer Winkel und zum Verbergen von Fugen auf Sockelleistenhöhe verwendet. Leisten werden auch in Konstruktionsverbindungen eingearbeitet, etwa zwischen Sparren und Auflagern, um die Last über eine breitere Auflagerfläche zu verteilen.

Die Materialwahl hängt von der beabsichtigten Sichtbarkeit und Beanspruchung ab. Kiefer und andere Weichhölzer sind Standard für verdeckte Anwendungen, während Harthölzer wie Eiche oder Mahagoni verwendet werden können, wenn die Leiste gebeizt und sichtbar sein soll. Vorgefertigte Leisten, oft mit dekorativem Profil verkauft, sind in der fertigen Schreinerei verbreitet; gerade gesägte Leisten sind für raue Konstruktionen wirtschaftlicher. Breite und Dicke werden üblicherweise an das vorhandene Zierleisten-Sortiment und die Größe der zu schließenden Fuge angepasst.

Der Einbau ist unkompliziert: die Leiste wird je nachdem, ob sie abnehmbar bleiben soll und welche Last sie trägt, geleimt, genagelt oder verschraubt. Wenn eine Leiste eine echte konstruktive Lücke überbrückt und nicht nur eine verbergt, ist ihre effektive Auflagerlänge auf jeder Seite der Verbindung relevant. Schlecht angepasste Leisten ermöglichen Bewegungen und können sich mit der Zeit wieder öffnen, wenn das Holz schwindet; enges Anpassen stellt sicher, dass sie über Jahreszeitliche Veränderungen hinweg wirksam bleiben.

Der Unterschied zwischen einer Leiste und einer Latte liegt hauptsächlich in Dimension und Funktion. Eine Latte ist breiter und hat oft konstruktive oder witterungsschutzende Aufgaben, während eine Leiste schmal ist und primär dekorative oder Fugen schließende Funktion hat. Beide Begriffe spiegeln traditionelles Holzbau-Vokabular wider, bei dem dünnes Material nach Augenmaß dimensioniert und nach Verwendungszweck benannt wird, statt nach metrischer Klassifizierung.

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