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Zimmerei

Wange

Englisch: string

Ein Brett, das die Stufen einer Treppe trägt.

das schräge Brett, das die Treppenstufen trägt

Eine Wange ist das schräg verlaufende Tragelement einer Treppe, das die Stufen und Setzstufen trägt. Sie verläuft unter einem Winkel von der unteren Podest zur oberen Podest, und die Stufen (horizontale Trittflächen) sowie die Setzstufen (vertikale Flächen) sind entweder in sie eingefräst, auf ihr aufgelegt oder an ihrer Seite befestigt, je nach Treppenbauart. Bei einer typischen Wohnungstreppe sieht man zwei Wangen, eine auf jeder Seite des Treppenlaufs, die parallel zueinander verlaufen.

Wangen gibt es in zwei Ausführungsarten. Eine offene Wange (oder Schnitt-Wange) hat das Profil der Stufen direkt in ihre Oberkante eingefräst, sodass die Stufen in das Brett selbst eingekehlt sind; die Trittkante sitzt auf dieser Kehlung und die Setzstufe sitzt im Raum darunter. Eine geschlossene Wange hat eine gerade Oberkante, und die Stufen und Setzstufen sind entweder in gefräste Nuten eingezapft oder einfach aufgelegt. Die geschlossene Wange ist stabiler und in gewerblichen Objekten gebräuchlicher, da das Holz durch das Einfräsen nicht geschwächt wird.

Die Materialwahl hängt von Belastung und Optik ab. Wangen in Wohngebäuden sind typischerweise 38 bis 50 mm stark und aus Weichholz (Kiefer oder Fichte), manchmal aus Hartholz für sichtbare Treppen. Die Faserrichtung sollte längs der Wange verlaufen, um die Biegespannung aufzunehmen, die von den freischwebend gelagerten Stufen entsteht. Fehler wie große Äste oder querverlaufende Fasern führen zu Durchbiegung und später zu Rissen. Bei stark beanspruchten gewerblichen Treppen können Wangen 50 mm oder dicker sein und sind manchmal doppelt ausgeführt oder an den Einkehlung mit Stahlblechen verstärkt.

Der Winkel der Wange wird durch die Steigungshöhe und die Auftrittstiefe bestimmt: steilere Treppen (höhere Steigerung pro Stufe) führen zu einem steileren Wangenwinkel. Eine typische Wohnungstreppe mit 190 mm Steigungshöhe und 250 mm Auftrittstiefe hat einen Wangenwinkel von etwa 37 Grad zur Horizontalen. Wangen müssen genau geschnitten und eingepasst werden, da sie die gesamte Treppenkonstruktion verankern; Abweichungen hier führen zu Spiel, Knarren und verstärktem Verschleiß an den Stufen selbst.

Der Begriff kommt von der Erscheinung des Kantenprofils: Wenn Stufen in eine offene Wange eingefräst sind, ähnelt die Kontur der Fräsungen den Saiten eines Musikinstruments, das straff über das Gerüst gespannt ist. In älteren Fachbüchern werden Wangen manchmal Wangenbretter genannt, besonders in der nordamerikanischen Fachsprache. Sie unterscheiden sich von den Rauhtragen oder Rohwangen, die bei breiteren oder höheren Treppen darunter als sekundäres Tragelement sitzen können.

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