Flöz
Englisch: flat
Eine horizontale Erz- oder Minerallagerstätte neben einer Hauptader; auch jeder horizontal verlaufende Abschnitt einer Ader.
Flach: ein nahezu horizontales Erzvorkommen, das vom Hauptgang abzweigt
Im Untertagebau ist ein Flach ein nahezu horizontaler Mineralgang oder ein Erzkörper, der von einem steil einfallenden Hauptgang abzweigt. Während der Primärgang mit 60 Grad oder steiler einfallen kann, verläuft ein Flach typischerweise in Winkeln von weniger als 20 Grad zur Horizontalen. Bergleute treffen auf Flache als seitliche Ausläufer, die Schichtungsflächen, Bruchzonen oder Kontaktflächen zwischen Gesteinsarten folgen. Sie enthalten oft wirtschaftlich abbaubare Erze, obwohl sie vom Haupterzgang abweichen.
Diese Unterscheidung ist betrieblich wichtig. Ein steil einfallender Gang ermöglicht es der Schwerkraft, den Erztransport durch Schächte und Streben zu unterstützen; ein Flach erfordert andere Fördermethoden. Flache können durch nahezu horizontale Strecken (Galerien) in das umgebende Nebengestein aufgefahren werden, oder sie werden durch nach oben getriebene Überhauen von tieferen Sohlen erschlossen. Die Erzqualität eines Flaches kann der des Hauptganges entsprechen oder sie übertreffen, weshalb sie wichtige Abbauziele in der Grubenplanung sind. Ihr flaches Einfallen bedeutet jedoch, dass sie oft mehr Bergematerial führen und selektivere Gewinnung erfordern.
Erkennung und Nomenklatur
Flache werden bei der Explorationsbohrung und Untertagekartierung erkannt, wenn der Gang zur Horizontalen einfällt. Der Begriff spiegelt ehrliche Geologie wider: ein «flacher» Gang liegt einfach flach. Verwandte Begriffe sind «Liegendflach» (ein Flach entlang des unteren Kontakts eines geneigten Ganges) und «Hangendflach» (entlang des oberen Kontakts). Flache sollten nicht mit Flözlagerstätten verwechselt werden, bei denen es sich um Erzkörper handelt, die nicht mit einem Hauptgang verbunden sind, und auch nicht mit gebundenen Erzlagerstätten, die primäre sedimentäre Strukturen und keine sekundären Gangerweiterungen sind.
Bergbauingenieure müssen Flache bei Reserveschätzungen und Grubenplanung berücksichtigen. Ein reiches Flach kann die Vertiefung eines Schachts oder die Erweiterung der Untertageinfrasktruktur über das hinaus rechtfertigen, was der Hauptgang allein rechtfertigen würde. Umgekehrt wird ein leeres Flach oft stehen gelassen und umfahren, weil die Gewinnungs- und Förderkosten den Ertrag übersteigen. In ausgereiften Betrieben mit detaillierten geologischen Modellen werden Flache zu Routinezielen; in Explorations- und Entwicklungsphasen können sie übersehen werden, wenn die Bohrungen bevorzugt auf steil einfallende Strukturen ausgerichtet sind.