Futterrettich
Englisch: fodder radish
Der Daikon, besonders wenn er für Tierfutter gezüchtet wird, anstatt für den menschlichen Verzehr.
Futterrettich: Massives Wurzelgemüse als Rinderfutter
Futterrettich bezieht sich auf Sorten von Daikon (Raphanus sativus var. longipinnatus), die speziell zur Verfütterung an Vieh gezüchtet werden, anstatt für menschliche Märkte bestimmt zu sein. Anders als Speisedaikons, die auf Zartheit und mildes Aroma selektiert werden, wird Futterrettich für Ertrag, Robustheit und Nährwert gezüchtet. Eine ausgewachsene Pflanze bringt eine große, typischerweise weiße Pfahlwurzel mit einem Gewicht von 2 bis 5 Kilogramm hervor, dazu kommen üppige Blattmassen. Sowohl Wurzel als auch Laub sind für Rinder, Schafe und Schweine schmackhaft.
Die Kultur erfüllt eine praktische Funktion in Gemischtbetrieben, besonders in gemäßigten und kühlen Regionen. Futterrettich etabliert sich schnell, reift in 60 bis 90 Tagen je nach Sorte und Klima, und verträgt schlechte Bodenbedingungen, die andere Wurzelfrüchte belasten würden. Er wird oft im Spätsommer oder Frühherbst ausgesät, um frisches Futter durch den Winter zu liefern, wenn Weideland knapp ist. Die dicken Wurzeln lagern sich gut in Mieten oder Wurzellagern, und das Blattwerk kann im Feld abgeweidet oder grün geerntet werden.
Anbauliche Eigenschaften und häufige Verwendungen
Futterrettich enthält ungefähr 10 bis 12 Prozent Rohprotein in den Wurzeln und höhere Konzentrationen im Laub, was ihn als nützlichen Zusatz zu grasgestützten Rationen macht. Die im Rettiggewebe vorhandenen Glucosinolate haben antimikrobielle Eigenschaften, die die Pansengesundheit unterstützen können, allerdings können größere Mengen Verdauungsstörungen verursachen, wenn Tiere das Futter nicht gewohnt sind. Landwirte führen es deshalb schrittweise in die Tierfütterung ein. Die Kultur lockert auch Bodenverdichtungen durch ihre kräftige Pfahlwurzel, und wenn sie als Gründüngung eingearbeitet wird, trägt sie Humus bei.
In der Praxis treten Probleme wie Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae) in anfälligen Böden auf, da Rettich ein Kreuzblütler ist; Erdflöhe und andere Kohlschädlinge beim Aufgang; und die Neigung der Wurzeln, holzig und faserig zu werden, wenn sie zu spät geerntet werden. Lagerverluste entstehen, wenn Knollen in ungeschützten Mieten durchfrieren.
Die Bezeichnung "Futterrettich" ist in ihrer Herkunft geradlinig: Sie unterscheidet diese Ackerfrucht von Daikons, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden. In manchen Regionen, besonders in Kontinentaleuropa, ist die Unterscheidung weniger deutlich, und größere Daikonarten werden für beide Zwecke genutzt. Die Kultur bleibt am weitesten verbreitet in Weidewirtschaften und Gemischtbetrieben, wo zusätzliches Wurzelfutter im Winter die Abhängigkeit von Getreide oder Heu vermindert.