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Kfz-Technik

Nebelscheinwerfer

Englisch: fog light

Eines von zwei Lichtern an der Fahrzeugfront unterhalb der Scheinwerfer, meist weiß oder gelb, zur besseren Sichtbarkeit bei Fahrten in Nebel.

Nebelscheinwerfer: Abblendlicht zum Durchdringen von Nebel und Spritzwasser

Ein Nebelscheinwerfer ist eine Zusatzleuchte, die niedrig an der vorderen Stoßstange oder Frontschürze montiert ist, typischerweise 40 bis 60 cm über der Fahrbahn. Im Gegensatz zu Scheinwerfern, die den Lichtkegel nach oben und voraus werfen, projizieren Nebelscheinwerfer einen breiten, flachen Lichtkegel, der sich horizontal knapp über der Fahrbahn ausbreitet. Diese Geometrie ist beabsichtigt: Bei Nebel, Regen oder starkem Spritzwasser reflektiert ein hoher Lichtkegel auf den schwebenden Partikeln und wirft das Licht direkt zurück in die Augen des Fahrers, während ein niedriger Lichtkegel unter dem Nebel hindurchgeht und die Straßenkante und den unmittelbaren Fahrweg vor dem Fahrzeug beleuchtet.

Nebelscheinwerfer verwenden Versiegelungslampen oder Halogenbirnen mit einer Leistung zwischen 35 und 55 Watt, erheblich weniger als Scheinwerfer. Viele moderne Fahrzeuge sind mit LED-Nebelleuchten ausgestattet, die kühler laufen und seltener ausfallen. Die Gläser sind üblicherweise farblos, bernstein oder weiß; bernsteinfarbene Gläser reduzieren Blendreflexe bei Nässe und sind in einigen europäischen Märkten vorgeschrieben. In den meisten Rechtsräumen müssen Nebelscheinwerfer über einen separaten Schalter und ein Relais verdrahtet sein, oft in den Lichtschalter integriert, damit sie während der normalen Fahrt nicht versehentlich eingeschaltet bleiben.

Varianten und Platzierung

Nebelscheinwerfer sind bei den meisten Mittelklasse- und Premiumfahrzeugen Standard, bei preisgünstigen Modellen jedoch optional oder nicht vorhanden. Einige Fahrzeuge montieren sie symmetrisch in den unteren Stoßstangenecken; andere platzieren sie mittennah am Kühlergrill. Größere Fahrzeuge wie SUVs und Lastwagen tragen manchmal ein Paar hochmontierter Leuchten auf dem Dach oder an der A-Säule für bessere Sicht im Gelände. Hecknebelscheinwerfer, in Europa vorgeschrieben, aber in Nordamerika optional, sind einzelne rote Leuchten, die mittig oder seitlich an der hinteren Stoßstange montiert sind. Diese sind hell genug, um Folgenebel zu durchdringen, und unterliegen separaten Vorschriften.

Die Bezeichnung 'Nebelscheinwerfer' ist etwas historisch bedingt. Moderne Nebelleuchten funktionieren genauso gut bei starkem Regen, Spritzwasser von nassen Straßen und Schnee. Sie sind inzwischen genauso sehr ein Gestaltungselement wie ein funktionales. Bei manchen Modellen sind Nebelscheinwerfer in ein Gehäuse zusammen mit Fahrtrichtungsanzeigern oder Tagfahrlichtern integriert, was Austausch und Reparatur erschwert. Die Kosten für den Austausch liegen zwischen 30 und 200 Euro, je nachdem, ob es sich um eine einfache Versiegelungslampe oder ein komplexes Multifunktionsmodul handelt.

Die Wirksamkeit von Nebelscheinwerfern hängt von der korrekten Ausrichtung ab. Scheinwerferausrichtungsvorgaben enthalten oft einen Nebelscheinwerferwinkel, typischerweise 1 bis 2 Grad unter der Horizontalen; falsch ausgerichtete Nebelscheinwerfer blenden entgegenkommende Fahrzeuge, ohne die Sicht des eigenen Fahrers zu verbessern. Dies ist eine häufige Ursache für Fehlerberichte. Kondenswasser im Glas deutet auf eine defekte Dichtung hin und erfordert einen Einheitstausch statt einer Reparatur; der Versuch, das Innere zu trocknen, schlägt normalerweise fehl und die Feuchtigkeit verursacht innerhalb von Wochen Korrosion an Kontakten und Reflektoren.

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