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Luftfahrttechnik

formieren

Englisch: formate

Flugzeuge in Formation zusammenfassen; in Formation fliegen.

formate: Flugzeuge Tragfläche an Tragfläche in enger, koordinierter Formation fliegen

Formate bedeutet, Flugzeuge in einer engen, disziplinierten geometrischen Formation zu fliegen, wobei jedes Flugzeug einen genauen Abstand, die Flughöhe und den Kurs relativ zur Führungsmaschine einhält. In der Militärluftfahrt ist Formationsfliegen seit den Anfangstagen des Motorflugs Standard für Transport-, Bomber- und Jagdflugzeuge. Eine typische Jagdformation besteht aus zwei bis vier Flugzeugen; Transport- und Bomberverbände können zwölf oder mehr Flugzeuge umfassen. Das Führungsflugzeug bestimmt Kurs und Flughöhe; alle anderen Flugzeuge (Wingmen oder Elemente genannt) passen ihren Flug laufend an, um ihre Position zu halten.

Formationsfliegen reduziert die Radarrückstrahlung, weil mehrere Flugzeuge als eine statt mehrerer separater Echos erscheinen, verbessert die Treibstoffeffizienz durch Wirbelschlepp-Effekte (besonders für nachfolgende Flugzeuge) und ermöglicht es einem Verband, unter Instrumentenflugbedingungen zusammenzubleiben und dabei nur visuelle Orientierungspunkte zu nutzen. Lockere Formationen, Parade-Position genannt, halten Flugzeuge 6 bis 12 Meter auseinander; enge Formationen verringern das auf 1,5 bis 3 Meter, mit fast überlappenden Tragflächen. Staffelformationen versetzten die Wingmen zur Seite und nach hinten; Linie nebeneinander verteilt sie seitwärts; die in Jagdflugzeugen übliche Diamantformation gruppiert vier Flugzeuge in einer Raute oder gestaffelten Anordnung.

Formate erfordert intensive Pilotkonzentration. Die Tragflächenwirbel des Führungsflugzeugs erzeugen heftige Turbulenzen und Stabilitätsprobleme für nachfolgende Flugzeuge, besonders beim Steigen oder Kurvenflug. Wirbelschlepp hat zu Formationsauflösungen und Zusammenprallen in der Luft geführt. Wetter reduziert die Sicht auf Orientierungspunkte; Ausfälle der Bordinstrumente der Führungsmaschine erzwingen einen schnellen Abbruch. Formationsflug-Training ist in der Militärluftfahrt obligatorisch; kommerzielle Betreiber nutzen es selten, außer für Show- oder Überführungsflüge.

Der Begriff stammt vom Substantiv Formation, der geometrischen Anordnung selbst. In der Terminologie des Bodenpersonals und der Wartung erscheint formate am häufigsten in Briefings vor dem Flug, Abflugzeugnissen und Betriebsanweisungen der Einheit. Eine Besatzung kann beauftragt werden, auf ein bestimmtes Flugzeug zu formate, also in dessen Formation zu fliegen. Wartungspersonal muss Formationsvorgaben verstehen, weil sie die Treibstoffberechnung, Flugbereichsgrenzen und Schadensberichte beeinflussen: Ein Flugzeug in enger Formation kann aerodynamische Belastungen und Vibrationsverschleiß aufnehmen, die in den Flugdaten im Einzelflug nicht verzeichnet sind.

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