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Luftfahrttechnik

Hand-off

Englisch: hand-off

Übergabe der Radaridentifikation eines Flugzeugs von einem Fluglotsen an einen anderen, wenn das Flugzeug den Luftraum des empfangenden Lotsen erreicht und der Funkverkehr mit dem Flugzeug übergeben wird.

Übergabe: das Radarecho und die Funkverbindung weitergeben

Eine Übergabe ist die formale Übertragung eines Luftfahrzeugs von einem Fluglotsen auf einen anderen, einschließlich aller damit verbundenen Radarerfassungs- und Funkverantwortung. Wenn ein Luftfahrzeug den Luftraum eines Lotsen verlässt und in den eines anderen eintritt, leitet der abgebende Lotse die Übergabe ein, indem er sich mit dem aufnehmenden Lotsen abstimmt und die Kennung, Flughöhe und den Kurs des Luftfahrzeugs bestätigt. Der aufnehmende Lotse akzeptiert die Übergabe und übernimmt die volle Verantwortung; das Radarecho und der Datentag des abgebenden Lotsen werden auf das System des aufnehmenden Lotsen übertragen, und das Luftfahrzeug erhält eine neue Funkfrequenz für die Kontaktaufnahme mit dem nächsten Lotsen.

Übergaben finden im kontrollierten Luftraum ständig statt. Ein Steigflug von einer Terminalradaranlage mit niedriger Flughöhe in den Luftraum eines Streckenflugverkehrszentralen erfordert eine Übergabe. Sinkflüge in Richtung einer Metropolregion laufen durch mehrere Übergaben ab, während sich das Luftfahrzeug von der Streckenflugverkehrszentrale zur Anflugkontrolle zum Tower bewegt. Internationale Flüge werden zwischen den Fluginformationsregionen von Nationen übergeben. Das Verfahren ist stark standardisiert: Lotsen tauschen die Flugzeugrufe, die aktuelle Flughöhe, die zugewiesene Flughöhe und alle relevanten Wetter- oder Verkehrsinformationen aus, bevor die Radarkennung übertragen wird.

Radarkennung und Abstimmung

Die technischen Abläufe sind wichtig, weil eine fehlgeschlagene Übergabe ein radarbekanntes Ziel ohne zugewiesenen Lotsen erzeugt. Der abgebende Lotse muss Radarkontakt herstellen und die Kennung bestätigen, bevor eine Übergabe stattfinden kann. Einige Flugverkehrskontrollstellen nutzen automatisierte Übergabesysteme, die den Datentag elektronisch von der Sichtfläche eines Lotsen auf die eines anderen übertragen und damit die Sprachkoordinierungszeit verkürzen. Der aufnehmende Lotse muss die Übergabe jedoch immer noch bestätigen und die Verantwortung übernehmen; die Automatisierung warnt, hebt aber die menschliche Verantwortung nicht auf.

Das Timing ist entscheidend. Eine vorzeitige Übergabe, bevor das Luftfahrzeug tatsächlich in den Luftraum des aufnehmenden Lotsen eintritt, schafft Unklarheit darüber, wer im Falle eines Notfalls verantwortlich ist. Eine zu späte Übergabe kann dazu führen, dass das Luftfahrzeug den Funkverbindung verliert oder sich in einem Luftraum bewegt, in dem kein Lotse es überwacht. Lotsen stimmen Übergaben sorgfältig ab und beginnen das Verfahren häufig schon, während sich das Luftfahrzeug noch einige Kilometer von der Grenze entfernt befindet, um dem aufnehmenden Lotsen Zeit zur Vorbereitung und zum Auffinden des Ziels auf dem Radar zu geben.

Fehler bei Übergaben sind eine wiederkehrende Ursache für Betriebsfehler im nationalen Luftraum. Häufige Ursachen sind Missverständigungen bei Flugzeugrufen, Verwirrung darüber, welches Luftfahrzeug übergeben wird, wenn sich mehrere Ziele in der Nähe der Grenze befinden, oder ein Lotse, der die Übergabe akzeptiert, aber keinen Funkverbindung herstellt. In radarfreien Umgebungen wie ozeanischem Luftraum oder bestimmten entlegenen Regionen werden Übergaben auf der Grundlage von Zeit und Position durchgeführt, nicht auf Radarkennung; dies führt zu anderen Fehlerweisen, folgt aber demselben grundlegenden Prinzip der expliziten Übertragung der Verantwortung.

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