Rohbauhammer
Englisch: framing hammer
Eine Form eines Klauenhammers, der bei schweren Holzbauarbeiten, besonders beim Hausbau und bei Schalungsarbeiten, verwendet wird.
Zimmermannshammer: das Universalwerkzeug im Holzbau
Ein Zimmermannshammer ist ein Klauhammer, der schwerer und größer ausfällt als ein universeller Feinarbeitshammer. Er wiegt typischerweise 16 bis 20 Unzen und hat eine Kopflänge von 5 bis 5,5 Zoll. Das Werkzeug ist dafür ausgelegt, große Nägel effizient in Schnittholz zu treiben und sie beim Bau von Wänden, Dächern und Deckenaufbauten sauber herauszuziehen. Die Schlagfläche ist flach und an den Kanten leicht abgeschrägt, um Abprallschläge zu reduzieren. Die Kralle ist gerade oder leicht gebogen, um beim Ziehen von Spitznägeln und Zimmermannsnägeln in den Größen 8d bis 20d (blank oder verzinkt) Hebelkraft aufzubringen.
Der Kopf besteht entweder aus hochwertigem Kohlenstoffstahl, der geschmiedet ist, oder aus glasfaserverstärktem Kunststoff bei neueren Modellen. Die Schäfte sind unterschiedlich: Traditionelle Hickorystiele dämpfen Schock gut ab und entwickeln mit der Zeit eine glatte Patina, benötigen aber regelmäßige Wartung. Glasfaser- und gummibeschichtete Stahlschäfte bieten Konsistenz und weniger Wartung. Der Schwerpunkt liegt vor der Hand, sodass das Gewicht über der Schlagzone liegt und nicht am Griff. Das reduziert die Armermüdung bei wiederholten Schlägen und verbessert die Genauigkeit unter schwierigen Bedingungen.
Varianten und spezielle Kopfformen
Dachdeckerhämmer haben einen kürzeren Kopf (4 bis 4,5 Zoll) und eine leicht gekrümmte Schlagfläche zum Treiben von Dachziegelnägeln ohne Spalten oder Risse. Rigipshämmer haben eine kleinere, manchmal wafelstrukturierte Fläche und wiegen weniger (12 bis 14 Unzen); sie eignen sich zum Befestigen von Gipskarton, wo zu festes Treiben den Kern zerdrückt. Betonschalungshämmer haben oft eine verstärkte Kralle und eine härtere Schlagfläche, um wiederholte Schläge auf ausgehärtete Schalung und Schalstützen auszuhalten.
Ausfälle bei Zimmerarbeiten entstehen typischerweise aus zwei Quellen: eine abgenutzte oder eingedellte Schlagfläche, die zu Abprallschlägen und verbogenen Nägeln führt, und Krallenbruch unter zu großer Hebelkraft beim Herausziehen eines Nagels, der in einem Winkel verbogen ist. Die Wahl eines passenden Hammers zur Nagelgröße und zum Material verhindert beide Probleme. Mit einem 8-Unzen-Hammer 16d-Nägel zu treiben vermehrt Ermüdung und Ungenauigkeit, während ein 20-Unzen-Hammer für Feinarbeiten zu unhandlich wird.
Der Name des Werkzeugs spiegelt seine Hauptanwendung wider: Zimmerarbeiten, das tragende Skelett von Gebäuden. Der Zimmermannshammer liegt zwischen dem 13-Unzen-Klauhammer des Feinbauers und dem 3-Pfund-Vorschlaghammer des Arbeiters. Im modernen Bau haben kabellose Nagler die Menge der per Hand geschlagenen Zimmermannsnägel reduziert, aber der Zimmermannshammer bleibt unverzichtbar für vor Ort gefertigte Holzarbeiten, Schalungsarbeiten, Instandhaltungsarbeiten und Situationen, in denen Elektrowerkzeuge nicht hinpassen oder zu aufwendig wären.