SpracheEnglishDeutsch
Zimmerei

doty

adjectiveZimmerei

Von Fäulnis befallen oder durchnässt.

Doty: Holz, das von innen heraus verfault und schwach wird

Doty-Holz ist Bauholz, das zu faulen beginnt, typischerweise durch Pilzbefall oder längere Feuchteeinwirkung. Das Holz wird weich, schwammig und verliert seine Tragfähigkeit, während es an der Oberfläche oft noch solid wirkt. Ein Zimmerer entdeckt Doty-Holz, wenn ein Werkzeug leicht in das Holz eindringt, das eigentlich hart sein sollte, oder wenn das Sondieren mit einem Nagel hohle Stellen und bröckelnde Jahrringe offenbart.

Der Begriff kommt vor allem in britischer und australischer Zimmermannssprache vor, besonders bei Zimmerleuten und Restaurierungshandwerkern. Doty-Holz ist für tragende Konstruktionen unbrauchbar: es kann Lasten nicht sicher aufnehmen und hält Befestigungsmittel nicht zuverlässig. Ein Nagel oder eine Schraube, die in Doty-Holz getrieben wird, dreht sich los, während das Holz nachgibt und zusammenbricht. Die Fäule schreitet von außen nach innen vor, sodass ein Stück wetterhart und innen sound wirken kann oder durchgehend doty sein kann, während die Oberfläche relativ fest bleibt.

Wo Doty-Holz auftritt

Stirnholzflächen und freiliegende horizontale Oberflächen sind am anfälligsten. Dachholz mit defekten Blechen, Zaunpfosten unter der Geländeoberkante und Fensterbretter, die ihren Anstrich verloren haben, sind häufige Quellen. Doty-Holz ist besonders häufig in viktorianischen Gebäuden, wo Original-Hölzer Jahrzehnte von undichten Rinnen oder aufsteigender Feuchte erduldet haben. Weichholzarten wie Kiefer und Fichte faulen schneller als Hartholzarten, aber jede Art wird bei ausreichend Feuchtigkeit und Zeit zu Doty-Holz.

In Restaurierungsarbeiten splicen Zimmerer manchmal die befallenen Bereiche aus, anstatt ganze Bauteile zu ersetzen, und achten dabei sorgfältig auf Faserrichtung und Holzart. Das befallene Holz muss vollständig entfernt werden; Doty-Stellen bei der Reparatur zu ignorieren garantiert rasches Versagen. Moderne druckimprägnierte Ersatzteile oder Holzschutzinjektionen können nach der Entfernung folgen, je nach Ursache der Feuchte und der Nutzung des Gebäudes.

Der Ursprung des Wortes ist unsicher, könnte aber vom niederländischen Wort für faul oder hohl stammen oder vom englischen Dialekt für weich oder schwach. Seine Beständigkeit in der Werkstattsprache spiegelt eine alte Erkenntnis wider, dass wasserdurchnässtes Holz zu etwas Grundlegend anderem als nur nassem Holz wird, nämlich zu etwas strukturell Geschädigtem.

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