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Fertigung

fully fashioned

adjectiveFertigung

Bei Maschenware: während des Strickens durch Zu- oder Abnahme der Maschen geformt.

Fully Fashioned: während des Strickens geformt, nicht danach

Fully Fashioned Strickware ist Konfektionsstoff, der seine endgültige Form während des Strickprozesses selbst annimmt, anstatt aus einem flachen Tuch geschnitten und genäht zu werden. Der Stricker erhöht oder verringert die Anzahl der aktiven Maschen (sogenannte Kulissen) an strategischen Stellen, sodass Armausschnitte, Halsöffnungen und Verjüngungen natürlicherweise aus der Maschine entstehen. Das steht im Gegensatz zur Schnitt-und-Näh-Produktion, bei der zunächst ein großes rechteckiges Strickstück hergestellt wird, das dann zugeschnitten und dessen Kanten gekettelt oder genäht werden.

Die Formgebung erfolgt durch gezielte Nadelwahl. Auf einer Flachbettmaschine oder einer Rundstrickmaschine entfernt der Bediener oder eine Computersteuerung Nadeln aus aktiven Strickzonen, um die Breite zu verringern, oder fügt Nadeln hinzu, um sie zu vergrößern. Um beispielsweise eine Armlochkappe zu formen, werden Nadeln nach einem graduellen Muster fallen gelassen, wodurch das Stoffrohr während des Wachstums schmaler wird. Dies erfordert genaue Zeitvorgaben und Planung: Die Maschenzahl muss sanft genug abnehmen, um die Spannung zu halten und Läufer oder Fallen zu verhindern, aber schnell genug, um die gewünschten Kleidungsmaße zu schaffen.

Varianten und Abwägungen

Fully Fashioned ist am häufigsten in feiner Feinheit anzutreffen: Strümpfe, Damenstrickware und Luxuspullover in Feinheiien von 12 bis 20 oder feiner. Das Verfahren erfordert längere Maschinenrüstzeiten und langsamere Strickgeschwindigkeiten, da jede Formgebungszone einzeln verwaltet werden muss. Das Ergebnis verschwendet jedoch fast keine Garne, erzeugt Kleidungsteile mit fertigen Kanten und eliminiert den Verschnitt, der bei der Schnitt-und-Näh-Methode anfällt. Ein vollständig verarbeiteter Ärmel, der in ein Armloch genäht wird, benötigt keine Nahtversärkung entlang der geformten Kante, weil das Garn dort nie durchtrennt wurde.

Der Begriff selbst markiert eine Unterscheidung, die in der frühen Strumpfherstellung des 20. Jahrhunderts verwurzelt ist. Fully Fashioned wurde zum Synonym für Qualität und Präzision, weil es bewies, dass der Hersteller in qualifizierte Arbeitskräfte und Maschinenleistung investiert hatte. Billigere Alternativen wie Schnitt-und-Näh oder Flachbett-Rundstricken ohne Formgebung konnten schneller und kostengünstiger auf den Markt kommen, hatten aber nicht die perfekte Passform und Haltbarkeit echter Formarbeit. Der Name unterstreicht, dass das Kleidungsstück während des Strickens geformt wurde, also während des Strickens geformt und gefertigt wurde, anstatt danach konstruiert zu werden.

In der modernen Produktion konkurriert Fully Fashioned mit computergestütztem Flachbett-Stricken und Verlinkungs-Technik, die Kleidungsstücke nun sehr effizient schneiden, nähen und fertigstellen können. Es bleibt jedoch der Standard für Premium-Strümpfe und für jede Strickware, bei der minimaler Garneverschnitt, Kantenbeständigkeit oder präzise Passform nicht verhandelbar ist. Das Verfahren ist arbeitsintensiv im Vergleich zum industriellen Schnitt-und-Näh, daher findet es sich hauptsächlich in Herstellerländern oder bei Kleidungsstücken, deren Preispunkt längere Produktionszeiten rechtfertigt.

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