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Forst und Holz

Vollbestockt

Englisch: fully-stocked

Mit so viel Baumwuchs ausgestattet, wie die verfügbaren Ressourcen erlauben.

vollbestockt: ein Wald bei maximaler Produktionskapazität

Ein vollbestandener Bestand ist ein Bestand, in dem die Baumdichte die Obergrenze erreicht, die der Standort ohne künstliche Ausdünnung oder Schnittmaßnahmen verkraften kann. Praktisch bedeutet das, dass die Bäume den Raum effizient nutzen und das weitere Wachstum hauptsächlich durch den Wettbewerb um Licht, Wasser und Nährstoffe begrenzt wird, nicht durch Platzmangel. Förster messen die Bestockung als Prozentsatz der Grundfläche (die Querschnittsfläche aller Baumstämme in Brusthöhe, gewöhnlich in Quadratmetern pro Hektar ausgedrückt) oder als Stammzahl pro Flächeneinheit und vergleichen die tatsächlichen Verhältnisse mit einem standortspezifischen Standard.

Die Bestockungsstandards unterscheiden sich je nach Baumart, Klima und angestrebtem Produkt erheblich. Ein vollbestandener Douglasien-Bestand auf einem produktiven Standort im pazifischen Nordwesten könnte 400 bis 600 Stämme pro Hektar mit 30 bis 45 Quadratmetern Grundfläche tragen; derselbe Standort mit langsamer wachsenden Baumarten oder in höherer Lage erreicht die Vollbestockung bei wesentlich niedrigeren Dichten. Junge Pflanzungen und natürlich verjüngte Bestände entwickeln sich im Laufe der Zeit zur Vollbestockung hin, während Überbestocker (Bestände, deren Dichte die Tragfähigkeit des Standorts überschreitet) in bewirtschafteten Wäldern entstehen, wenn Ernte oder Ausdünnung aufgeschoben wird.

Warum Bestockung im Betriebsablauf wichtig ist

Vollbestandene Bestände stellen für viele Holzwirtschaftsbetriebe den wirtschaftlichen optimalen Punkt dar. Sie maximieren den Zuwachs pro Hektar und erhalten die Qualität und Form einzelner Bäume besser als unterbestockte Bestände. Vollbestandene Zustände führen aber auch zu Konkurrenzmortalität und Kronenschluss, was die Lichtdurchlässigkeit zum Waldboden verringern und die Mikrohabitate verändern kann. Förster müssen entscheiden, ob sie natürliche Mortalität und langsameres Durchmesserwachstum einzelner Bäume akzeptieren oder durch Ausdünnung eingreifen, um die Dichte zu reduzieren und das Durchmesserwachstum in den verbleibenden Bäumen zu beschleunigen.

Der Begriff erscheint in Ertragstafeln, Waldbestandesstandards und regulatorischen Vorgaben. Viele Jurisdiktionen verlangen von Holzunternehmen, nach der Ernte Mindestbestockungsstufen zu erhalten, um Verjüngung und Standortproduktivität sicherzustellen. Die Überwachung der Bestockung durch Probeflächenaufnahmen und Kronenschlussbeurteilung hilft, die Ernterife vorherzusagen und Ausdünnungspläne zu erstellen; Bestände, die unter die Vollbestockung fallen, können auf Krankheiten, Schädlingsbefall oder unzureichende Verjüngung hinweisen und erfordern weitere Untersuchungen.

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