Flugzeugrumpf
Englisch: fuselage
Der Hauptkörper eines Luftfahrzeugs; die lange zentrale Struktur eines Flugzeugs, an die Flügel (oder Rotoren), Leitwerk und Triebwerke angebracht sind und die Besatzung und Fracht aufnimmt.
Rumpf: das Druckrohr und tragende Struktur des Flugzeugs
Der Rumpf ist das zentrale Strukturrohr eines Flugzeugs und verläuft von der Nase bis zum Heck. Er bildet bei Druckflugzeugen einen abgedichteten Druckbehälter, der Besatzung, Passagiere, Fracht und Treibstoff trägt und dient als primärer Anschraubpunkt für Tragflächen, Höhen- und Seitenleitwerk, Fahrwerk und Triebwerke. Bei nicht druckbelüfteten Flugzeugen oder solchen, die unterhalb von 10.000 Fuß fliegen, bietet der Rumpf zwar strukturelle Integrität, erhält aber keinen Druckausgleich.
Der Rumpfaufbau variiert je nach Flugzeugtyp und Konstruktionsphilosophie. Große Verkehrsflugzeuge verwenden typischerweise eine halbschalige Bauweise: eine dünne Aluminium- oder Kunststoffschale (0,040 bis 0,090 Zoll dick), verstärkt durch innere Versteifungen, Rahmen und Längsspanten, die sich spannweitig erstrecken. Kleinere Flugzeuge können reine Schalenbauweise ohne innere Verstärkungen verwenden und verlassen sich ganz auf die Steifigkeit der Schale. Militärische Düsenflugzeuge setzen häufig Titan oder moderne Faserverbundstoffe in hochtemperaturigen Zonen in der Nähe von Triebwerken ein. Druckrümpfe müssen wiederholte Zyklen der Druckbelüftung mit typischerweise 8 bis 9 Pfund pro Quadratzoll Druckdifferenz aushalten, was die Schale und die Befestigungselemente ständig belastet.
Rumpfstrukturschäden sind selten, aber katastrophal. Das Hauptschadensmuster ist Ermüdungsrisse in der Schale oder um Nietlöcher, eingeleitet durch Druckbelüftungszyklen kombiniert mit Biegebelastungen während des Fluges. Korrosion von Aluminium unter Befestigungselementen oder in Bereichen mit eingeschlossener Feuchte beschleunigt das Risswachstum. Die Wartungskontrolle konzentriert sich auf die Erkennung von Schalenrissen, lockeren Befestigungselementen und Korrosion mittels Sichtprüfung, Wirbelstromprüfung und manchmal Ultraschallmessung der Schichtdicke. Reparaturflicken müssen strenge Richtlinien befolgen: ein Flicken muss sich mindestens um einen Nietraster über den sichtbaren Schaden hinaus erstrecken und aus Materialien der ursprünglichen Legierungsgüte bestehen.
Der Begriff Rumpf leitet sich vom französischen Wort fuseau ab, das Spindel oder kegelige Form bedeutet und die gestreckte, stromlinienförmige Gestalt widerspiegelt, die für aerodynamische Effizienz und Druckfestigkeit optimiert ist. Frühe stoffbespannte Flugzeuge hatten Rümpfe aus geschweißten Stahlrohren oder Holzrahmen; der Übergang zur Metall-Halbschalenweise begann in den 1930er-Jahren und wurde in den 1940er-Jahren zum Standard.
Die Rumpfkonstruktion wird durch Druckbelüftungsanforderungen, aerodynamischen Widerstand, strukturelle Biege- und Torsionsbelastungen beim Manövrieren sowie Absturzsicherheitsstandards begrenzt. Verkehrsflugzeugrümpfe haben typischerweise einen kreisförmigen oder nahezu kreisförmigen Querschnitt mit Durchmessern von 6 Fuß 1 Zoll (Boeing 737 und Airbus A320) bis 7 Fuß 10 Zoll (Boeing 747 Oberdeck), was optimalen Widerstand gegen Reifrisse bietet und das nutzbare Volumen maximiert. Militärische Transportflugzeuge und Frachtflugzeuge verzichten häufig darauf und wählen einen größeren rechteckigen Querschnitt zur Aufnahme übergroßer Lasten.