Weichlandung
Englisch: soft landing
Landung, bei der die Nutzlast oder das Flugzeug nicht zerstört wird.
Sanfte Landung: Aufsetzen ohne etwas zu beschädigen
Eine sanfte Landung ist ein kontrollierter Sinkflug und Aufsetzen, bei dem das Flugzeug oder Raumfahrzeug sein Ziel mit minimalen Strukturschäden, intakten Systemen und sicheren Insassen erreicht. Im Linienverkehr bedeutet das, dass der Rumpf unbeschädigt bleibt, das Fahrwerk nach dem Aufprall funktioniert und alle Systeme den Kontakt überstehen. Der Begriff unterscheidet zwischen einer erfolgreichen Ankunft und einem Absturz oder harten Aufsetzen, das das Flugzeug oder seine Fracht zerstört oder stark beschädigt.
Bei Starrflügler-Operationen hängt eine sanfte Landung von der Sinkgeschwindigkeit, der Aufsetzgeschwindigkeit und der Flugzeuglage ab. Piloten streben beim Aufsetzen Sinkgeschwindigkeiten unter 300 Fuß pro Minute an, das variiert aber je nach Flugzeugtyp und Gewicht. Das Fahrwerk nimmt die vertikale Energie durch Stoßdämpfer auf, die mit Öl-Stickstoff-Gemisch gefüllt sind, sowie durch Federn. Aufsetzen mit höheren Sinkgeschwindigkeiten oder zu starkem Anstellwinkel kann die Grenzen des Fahrwerks überschreiten und Teile verbiegen oder brechen. Flügel- oder Rumpfschäden entstehen durch seitliches Abdriften, Seitenwind oder harten Kontakt mit der Landebahn, wenn die Toleranzen der Struktur überschritten werden.
Bei Hubschrauberlandungen geht es um vertikales Aufsetzen statt Vorwärtsgeschwindigkeit. Die Rotorblätter müssen während der letzten Sinkflugphase Auftrieb erzeugen, um den Rumpf zu bremsen, dann wird die Leistung reduziert, wenn Kufen oder Räder den Boden berühren. Autorotationslandungen ohne Motorleistung gelten nur als sanft, wenn der Pilot die Manöver richtig ausführt und mit minimaler Vorwärtsgeschwindigkeit und Sinkgeschwindigkeit aufsetzt.
Faktoren, die sanfte Landungen gefährden
Harte oder misslungene Landungen entstehen, wenn Piloten die Flughöhe, Sinkgeschwindigkeit oder Seitenwindstärke falsch einschätzen. Mechanische Ausfälle wie Fahrwerkskollaps, Bremsversagen oder Hydrauliklecks verhindern die kontrollierte Energieabsorption beim Aufprall. Wetter, Böen, Mikrobursts und Windscherung können das Flugzeug in den kritischen Sekunden des Aufsetzen destabilisieren. Die Landebahn spielt eine Rolle; Wasser, Eis, Trümmer oder unzureichende Reibung verhindern, dass Fahrwerk und Reifen Lasten normal aufnehmen. Bei Frachtflügen verschiebt ungleichmäßige Gewichtsverteilung den Schwerpunkt und ändert, wie Lasten durchs Fahrwerk übertragen werden.
Der Begriff sanfte Landung stammt aus der Raumfahrt, wo Nutzlasten die Oberfläche ohne Beschädigungen oder Funktionsverlust erreichen mussten. Er wurde in der Flugzeugtechnik übernommen, um jede Landung zu beschreiben, bei der das Flugzeug flugfähig bleibt oder sich wirtschaftlich reparieren lässt, ohne große Strukturarbeiten. Eine sanfte Landung heißt nicht, dass das Flugzeug unbeschädigt ist; es heißt, dass Schäden im akzeptablen Bereich liegen und sicheren Flugbetrieb oder wirtschaftliche Reparatur nicht verhindern. Wartungsingenieure kontrollieren nach jeder Landung das Fahrwerk, Reifen, Bremsen und die Struktur, um die Verschleißspuren und kleinen Risse zu erkennen, die eine echte sanfte Landung von einer unterscheiden, die den Rahmen über die Auslegungsgrenzen belastet hat.