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Bergbau und Gewinnung

Galamander

Englisch: galamander

Maßgefertigter Stein-Transportwagen mit Pferden oder Rindern bespannt, früher zum Transport von Steinen aus Steinbrüchen verwendet; mit kleineren Vorderrädern und größeren Hinterrädern ausgestattet und mit einem Drehkran zum Aufladen und Abladen von Steinblöcken.

Galamander: ein Steinbruchförderwagen mit eingebautem Hebezeug

Ein Galamander ist ein robuster Steinhaul-Förderwagen, ausgerüstet mit einem Drehkran, der speziell zum Transport von grob bearbeiteten Steinblöcken vom Steinbruch zur Baustelle oder zur Verarbeitungsmühle gebaut wurde. Das Fahrzeug verbindet Transport und Beladen an Ort und Stelle in einer Einheit, wodurch separate Hebezeuge im Steinbruch oder am Zielort entfielen. Der Name, heute wenig geläufig, soll von einem alten Begriff für einen langgestreckten Karren oder Schlitten stammen, doch seine genaue Herkunft ist in Steinbruchunterlagen umstritten.

Das Erkennungsmerkmal ist die Radkonfiguration: kleinere Räder an der Vorderseite und deutlich größere Räder an der Rückseite, die das enorme Gewicht der beladenen Steinblöcke zur Hinterachse verteilten. Diese Geometrie ermöglichte es, die Vorderseite leichter und wendiger zu gestalten, während die kräftigen Hinterräder, oft mit Eisenreifen zur Verschleißfestigkeit versehen, den größten Teil der Last trugen. Der Drehkran, typischerweise in der Wagenmitte gelagert, nutzte handgesteuerte Hebel, Ketten und Flaschenzüge oder später pferdebetriebene Maschinen, um Steine mit Hunderten Pfund Gewicht auf die Ladefläche zu heben und am Zielort abzusenken.

Varianten und Betrieb

Galamander wurden von Pferden oder Rindern gezogen, je nach regionaler Praxis und Steingewicht. Rinder wurden bevorzugt, wenn Lasten vier oder fünf Tonnen überschritten, wegen ihrer überlegenen Zugkraft, doch Pferde boten auf ebener Strecke bessere Geschwindigkeit. Der Drehkran war für mittelschwere Steine manuell zu bedienen, aber bei schwererer Arbeit kam manchmal eine Kaliber-Winde zum Einsatz, eine von einem im Kreis gehenden Pferd angetriebene Trommel zum Aufwickeln von Seilen und zum Heben. Der Bediener musste geschickt vorgehen, um die Last auszubalancieren und zu verhindern, dass der Wagen beim Heben umkippte.

Steinbruchunterlagen zeigen, dass diese Wagen nach der Einführung von dampfbetriebener Steinbruchausrüstung und speziellen Hebevorrichtungen im späten 19. Jahrhundert seltener wurden. Der Galamander war eine frühere Phase der Steingewinnung, als der Steinbruchmeister mit einem Fahrzeug das gesamte Problem der Gewinnung und des Transports lösen musste. Im 20. Jahrhundert ersetzten stationäre Drehkräne im Steinbruch und Flachbettwagen ohne Hebezeug das integrierte Galamander-Design.

Der Begriff erscheint hauptsächlich in historischen Unterlagen von Kalkstein-, Granit- und Marmorsteinbrüchen in Nordamerika und Europa. Moderne Steinbruchbetreiber nutzen das Wort kaum noch, und die Maschinen selbst sind heute Museumsstücke oder wurden zu Altmetall verarbeitet. Das Verständnis des Galamanders ist nützlich beim Lesen alter Steinbruchkarten, Standortunterlagen und dem räumlichen Aufbau von historischen Steinbaubetrieben, wo man immer noch die Abnutzungsspuren und Verankerungspunkte dieser schweren Wagen sehen kann.

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