Stoßarbeiter
Englisch: buttocker
Ein Arbeiter, der Kohle an einer Langwandstrecke gewinnt.
Buttocker: der Bergmann, der die Kohlenfront räumt
Ein Buttocker ist ein Arbeiter an einer Longwall-Kohlenfront, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die frisch gewonnene Kohle von der Arbeitsfläche zu entfernen und für den Transport vorzubereiten. Bei einer Longwall-Operation schneidet eine Schälmaschine kontinuierlich entlang einer Front, die 150 bis 300 Meter lang sein kann. Der Buttocker arbeitet unmittelbar hinter oder neben der Schälmaschine, räumt die angesammelte Kohle an der Front und sorgt dafür, dass sie richtig auf das Förderband fällt, das entlang der Front verläuft. Ohne effektives Buttocking staut sich die Kohle, die Schälmaschine verstopft und die Produktion kommt zum Stillstand.
Die Tätigkeit erfordert physische Kraft und räumliches Verständnis unter beengten, staubigen Bedingungen. Buttockers verwenden Handwerkzeuge wie Schaufeln und Spitzhacken, manchmal auch pneumatische oder hydraulische Hilfsmittel, um Kohle zu verschieben und Steine oder Berge zu entfernen, die nicht verarbeitet werden können. Sie müssen unter konstantem Lärm, schlechter Sichtbarkeit und unterschiedlichen Deckenhöhen arbeiten, während die Front voranschreitet. Der Begriff spiegelt die Art der Arbeit wider: Buttocking bedeutet im Wesentlichen, Material vom Schneidepunkt wegzudrücken, zu bewegen oder fortzuschieben.
Position im Longwall-Team
Eine Longwall-Operation beschäftigt mehrere Buttockers, die entlang der Frontlänge verteilt sind und mit dem Schälmaschinenbediener und dem Bedienungsmann der angetriebenen Dachstützen zusammenarbeiten. Die erforderliche Anzahl der Buttockers hängt von der Frontlänge, der Kohlequalität und dem Maschinentempo ab. Bei modernen hochleistungsfähigen Fronten haben mechanische Schneckenförderer und Übergangsförderbänder die manuelle Buttocking-Arbeit verringert, doch die Rolle bleibt unverzichtbar, wenn die Schälleistung die mechanische Räumungskapazität übersteigt oder wenn die Kohlequalität schlecht ist.
Der Job ist mit erheblichen Risiken verbunden. Stürze auf unebenen Böden, Verletzungen durch bewegte Kohle oder Dachbruch sowie Atemwegsgefahren durch Kohlenstaub sind alltägliche Bedenken. Buttockers müssen sich an Dachschutzprotokolle halten und Atemschutz tragen, und sie sind auf kontinuierliche Unterstützung durch Dachkontrollsysteme und Aufsicht angewiesen. Der Begriff ist am häufigsten in der britischen und europäischen Bergbauminologie gebräuchlich; in Nordamerika werden ähnliche Arbeiter oft als Face Worker oder Belt Worker bezeichnet, je nach ihrem spezifischen Arbeitsplatz.