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Elektrotechnik

Ruftonäquivalenzzahl

Englisch: ringer equivalence number

Zahlenwert, der die elektrische Belastung der Ruftonschaltung eines Telefons auf einer bestimmten Leitung angibt.

REN: wie viele Telefone können gleichzeitig klingeln

Eine Ringer Equivalence Number, oder REN, ist eine Zahlenwertangabe, die anzeigt, welche elektrische Last der Klingelschaltkreis eines Telefons auf die Leitung ausübt. Im nordamerikanischen Telefonnetz kann jede Ortsleitungsschleife von einer Vermittlungsstelle zur Telefonanlage des Kunden nur eine bestimmte Strommenge liefern. Der REN-Wert beziffert, welchen Anteil des verfügbaren Klingelstroms ein bestimmtes Telefongerät verbraucht. Damit können Techniker und Installateure berechnen, wie viele Geräte gleichzeitig klingeln können, ohne dass das Signal schwächer wird oder ausfällt.

Die REN-Skala in den USA ist so normalisiert, dass ein Standard-Telefonklingel den Wert 1,0 hat. Geräte wie moderne elektronische Klingel, Anzeigelampen und Signalgeräte erhalten Bruch-REN-Werte: Ein leichtes Signalgerät könnte 0,3 sein, während eine laute elektromechanische Glocke 1,5 oder mehr erreicht. Die Summe aller REN-Werte auf einer Leitung darf einen Maximalwert, typischerweise etwa 5,0 bis 6,0, nicht überschreiten. Dieser hängt von der Vermittlungsausrüstung und den Leitungseigenschaften ab.

REN entstand Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts als kritische Spezifikation, weil Telefongesellschaften Netzwerkprobleme verhindern mussten, die durch Überbelastung der Klingelschaltkreise entstanden. Das Klingelsignal selbst, nominell 90 Volt bei 20 Hertz, hat eine begrenzte Stromkapazität an der Quelle. Wenn zu viele Glocken gleichzeitig klingeln, fällt die Spannung ab und Geräte aktivieren sich nicht. Durch die Zuweisung und Durchsetzung von REN-Grenzen pro Leitung konnten Installateure sicherstellen, dass jede angeschlossene Klingel zuverlässig funktioniert.

REN in der Praxis und bei moderner Ausrüstung

Heute ist REN am wichtigsten, wenn ältere elektromechanische Geräte, Faxgeräte oder Alarmausrüstungen zu einer Leitung hinzugefügt werden, die bereits ein oder mehrere Standard-Telefone versorgt. Ein Techniker, der eine neue Klingel installiert, muss den REN-Wert auf dem Geräteetikett prüfen, ihn zur vorhandenen Last addieren und bestätigen, dass die Summe innerhalb der Grenzen liegt. Digitale und VoIP-Telefonsysteme umgehen oft traditionelle Klingelschaltkreise, wodurch REN für rein elektronische Geräte weniger relevant wird. Bei Altanlagen und Mischanlagen ist REN aber immer noch erforderlich.

Der REN-Wert ist auf das Gerät selbst aufgedruckt, normalerweise auf einem Etikett in der Hörergabel oder auf der Geräterückseite. Er ist auch in Installationsanleitungen und FCC-Geräteregistrierungsdokumenten angegeben. Eine Überschreitung der REN-Grenze kann zu schwachem oder ausgefallenen Klingeln, intermittierenden Signalen oder Beschädigungen der Vermittlungsklingelquelle über längere Zeit führen. Bei Anlagen mit mehreren Leitungen oder PBX-Systemen werden REN-Berechnungen komplexer, folgen aber dem gleichen Prinzip: Ziel ist es, die elektrische Last an die verfügbare Versorgung anzupassen.

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