George
Autopilot eines Flugzeugs
George: der Autopilot, der das Flugzeug für dich fliegt
Im Cockpit ist George das Autopilot-System, eine Sammlung von Servomotoren, Kreiselgeräten und Steuerelektronik, die eine voreingestellte Flughöhe, Kurs und Fluggeschwindigkeit ohne Piloteneingabe beibehält. Der Name stammt aus der Frühzeit der Luftfahrt, möglicherweise aus einer Comic-Strip-Figur der 1920er Jahre oder einer allgemeinen Wendung wie "George macht das schon", und setzte sich durch, weil Piloten einen schnellen, informellen Begriff brauchten, um den Autopilot vom Flugzeug selbst zu unterscheiden, sei es bei Funkverkehr oder in Gesprächen.
George arbeitet, indem er Referenzsignale vom Lage-Anzeiger, vom Kompass und vom Höhenhalte-Modus des Flugzeugs empfängt. Mechanische oder später elektronische Servomotoren, die mit den Steuerflächen (Querruder, Höhenruder, Seitenruder) verbunden sind, führen kleine Korrektionen durch, um das Flugzeug stabil zu halten. Moderne George-Systeme sind weit ausgefeilter als ihre Vorgänger, arbeiten mit Flugleitsystemen zusammen und können komplexe Flugpläne halten, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Entlastung des Piloten von Dauersteuerungen im Reiseflug.
Wenn George ausfällt
Autopilot-Ausfälle sind nicht selten und sie zählen. Ein festsitzender Servo kann zu unkontrolliertem Nicken oder Rollen führen und zwingt den Piloten, George abzuschalten und manuell zu fliegen. Instrumentenausfälle, die fehlerhafte Daten an den Autopilot liefern (ein fehlerhafter Fahrtmesser oder Kreiselabweichung in älteren Systemen), können dazu führen, dass das Flugzeug vom beabsichtigten Flugweg abweicht. Piloten sind trainiert, zu erkennen, wenn George nicht richtig arbeitet, und ihn sofort abzuschalten, normalerweise über einen Knopf am Steuerhorn oder einen Schalter am Autopilot-Bedienfeld.
George ist bei längeren Flügen am nützlichsten, wo manuelle Steuerung die Besatzung erschöpfen würde. Bei Kurzstrecken oder bei schwerem Wetter bleibt George oft ausgeschaltet. Vorschriften verlangen, dass der Autopilot funktionstüchtig ist, schreiben aber seinen Einsatz nicht zwingend vor, obwohl viele Betreiber ihn gerne einsatzfähig haben, um als Reserve und zur Reduktion von Ermüdung zur Verfügung zu stehen. Wartungsprüfungen umfassen Bewegungsbereiche der Servos, Modus-Anzeige sowie Zuverlässigkeit beim Ein- und Ausschalten.