SpracheEnglishDeutsch
Forst und Holz

hain

Englisch: grove

Mit periodischer Ernte bewirtschaften, wobei gleichzeitig Ordnung durch Lücken und Baumreihen geschaffen wird, um weitere Ernte zu erleichtern.

Hain: Ernte bei gleichzeitiger Strukturierung von Waldland

Einen Hain zu schlagen bedeutet, ausgewählte Bäume aus einem Bestand zu fällen und die verbleibenden Bäume dabei in sichtbare Muster anzuordnen, typischerweise in Reihen oder Lichtungen. Der Holzschläger entnimmt verkaufsfertige Holzsortimente und ordnet gleichzeitig den Waldboden geometrisch. Dies dient sowohl wirtschaftlichen als auch praktischen Zielen: Umsatz kommt aus der Ernte selbst, während die geschaffenen Lücken und Sichtlinien den Zugang für Maschinen ermöglichen, die Sicht auf zukünftige Arbeiten verbessern und das Erkennen des verbleibenden Bestands vereinfachen.

Die Praxis liegt zwischen Kahlschlag, der alles entfernt, und Einzelstammnutzung, die Verwirrnisse hinterlassen kann. Mit Hainschlägen werden Arbeitskorridor geschaffen und Astwerk und Strauchwerk reduziert, die nachfolgende Einschläge behindern würden. Ein typischer Hainschlag könnte jeden dritten oder vierten Baum einer Linie entfernen oder Bäume in Strahlenmuster um einen zentralen Punkt fällen, während der verbliebene Bestand bei verbessertem Licht höher und gerader wächst.

Hainschläge werden in Rotationsintervallen von Jahren oder Jahrzehnten durchgeführt, abhängig von Wuchsgeschwindigkeit der Baumart und Marktbedingungen. Nadelholzplantagen in gemäßigten Zonen können alle fünf bis zehn Jahre gehaint werden; tropische Laubholzbestände seltener. Die Lücken ermöglichen es den verbleibenden Bäumen, ihre Kronen zu verdicken und an Durchmesser zuzunehmen; die freigelegten Linien werden zu Rückegassen und Bereitstellungsflächen für die nächste Erntephase.

Probleme entstehen, wenn Hainschläge zu aggressiv durchgeführt werden und zu wenig Kronendach bleibt, um Boden zu beschatten und zu stabilisieren, oder wenn das Gelände die geschaffenen Linien anfällig für Erosion oder Windwurf macht. Bündelungsharvesteinsätze folgen manchmal nicht dem vorgegebenen Muster, wodurch der Ordnungsvorteil entfällt. Der Begriff selbst leitet sich vom Ergebnis ab: ein Wald, der nach dem Hainschlag wie eine Reihe von Hainerln aussieht, also einzelne Bestände, die durch befahrbaren Raum getrennt sind.

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