Baumaschine
Englisch: heavy equipment
Eine vielfältige Klasse großer Maschinen für Bau- und Bergbauarbeiten wie Aushub, Planierung, Holzeinschlag und andere schwere Einsätze.
Schwere Maschinen: Geräte, die Erde bewegen und zerkleinern
Schwere Maschinen sind die großen Geräte, die die körperliche Arbeit auf Baustellen, in Bergbau und Forstwirtschaft verrichten. Das sind die Maschinen, die man stundenweise oder tageweise mietet, bedient von Fachleuten, zu Kosten zwischen Zehntausenden und über einer Million Dollar pro Stück. Sie werden weniger durch ein einzelnes Merkmal definiert als durch ihre Aufgabe: Material in einem Ausmaß bewegen, graben, zerkleinern oder verdichten, das kein tragbares Werkzeug erreichen kann.
Die Kernkategorien gliedern sich in Familien nach ihrer Hauptfunktion. Bagger arbeiten mit einem Löffel an einem drehbaren Arm zum Graben und Laden; Radbagger kombinieren einen kleinen Löffel und einen starren Grabarm auf einem Laderrahmen; Dozer schieben Material mit einer verstärkten Schaufel; Grader formen den Untergrund mit einer langen Schaufel zwischen den Achsen; Verdichter zerquetschen Boden oder Asphalt mit einer schweren Walze oder Platte. Radlader schöpfen und heben; Scraper schaben Mutterboden ab und transportieren ihn; Rammgeräte und Bohrmaschinen hämmern oder bohren Fundamente. Die meisten laufen mit Dieselmotoren von 50 bis über 300 PS, verbrauchen je nach Maschine und Belastung 15 bis 75 Liter pro Stunde.
Besitz und Einsatz
Bauunternehmen mieten solche Geräte üblicherweise, statt sie zu kaufen, denn ein einzelnes Projekt braucht eine Maschine vielleicht für Wochen, während ein anderes Projekt Monate lang keine braucht. Vermietungsunternehmen halten Dutzende von Modellen mit unterschiedlichen Löffelgrößen, Reichweiten und Hubkapazitäten auf Lager. Die Wirtschaftlichkeit zählt: Ein gebrauchter Bagger kostet vielleicht 150.000 Dollar zum Kaufen, aber 3.000 Dollar monatlich zu mieten, plus Kraftstoff und Lohnkosten für den Bediener. Planung und Logistik sind so wichtig wie die Maschine selbst; ein steckengebliebener oder defekter Dozer auf einer eng kalkulierten Baustelle wird sehr teuer.Ausfallarten sind konkret und kostspielig. Hydraulikschläuche platzen unter Druck, Löffelzähne verschleißen und können in hartem Untergrund nicht mehr eindringen, Ketten oder Reifen nutzen sich ungleichmäßig ab und verkürzen die Einsatzdauer, und Motoren verlieren Leistung unter staubigen Bedingungen, wenn Luftfilter nicht gewechselt werden. Bediener, die Löffel überlasten oder in Schlamm arbeiten, der die Bodendruckkapazität der Maschine übersteigt, senken das Fahrwerk oder reißen Hydraulikzylinder. Das Wetter spielt auch eine Rolle: Starker Frost kann Verdichtung unmöglich machen, und Regen verwandelt Baustellen in Schlamm, wo Radmaschinen rutschen und Kettenbagger den Boden zu Brei aufwühlen.
Der Begriff Schwere Maschinen ergab sich natürlicherweise durch Abgrenzung zu leichten Geräten (Handwerkzeuge, kleine Elektrowerkzeuge) und mittelschweren Geräten (Gabelstapler, kleine Raupenlader). In der Industriesprache umfasst der Begriff auch das ganze Ökosystem: die Servicefahrzeuge, das Ersatzteillagersortiment, die geschulten Bediener und die Versicherung. Wenn ein Projektleiter sagt, die Baustelle brauche schwere Maschinen, bestellt er nicht nur einen Raupenbagger; er verpflichtet sich, die Kraftstofflieferung, den Mechaniker und das Know-how zu bringen, um die Maschine am Laufen zu halten.