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Werkstattsprache und Slang

Lachgas-Boost

Englisch: nitrous

System in manchen Rennfahrzeugen, das Stickstoffoxid in den Motor pumpt, um die Leistung zu verbessern.

Lachgas: komprimiertes Stickoxid, das Motoren richtig aggressiv macht

Stickoxid-Einspritzung ist ein Aufladesystem, das flüssiges N2O direkt in den Ansaugkrümmer oder die Brennkammer eines Motors spritzt. Wenn Stickoxid erhitzt wird, zerfällt es und setzt Sauerstoff frei, sodass die Kraftstoffladung heißer und schneller verbrennt. Ein typisches System speichert das Gas bei etwa 900 PSI in einer Edelstahlfl asche, die im Fahrzeug montiert ist. Magnetventile, Druckregler und Düsen kontrollieren genau, wie viel Gas auf Abruf in den Motor fließt.

Der Reiz ist offensichtlich: mehr Sauerstoff bedeutet mehr Kraftstoff pro Arbeitstakt, und mehr Kraftstoffverbrennung bedeutet mehr Leistung. Ein bescheidenes Stickoxid-Kit addiert 50 bis 100 PS, aggressive Setups auf Dragster-Motoren können 300 PS oder mehr bringen. Weil die Wirkung unmittelbar und steuerbar ist, lässt sich mit Stickoxid Extra-Leistung nur bei Bedarf abrufen, anders als bei Turbo oder Kompressor, die ständig laufen. Der Fahrer aktiviert es mit einem Schalter, meist am Gaspedal oder am Lenkrad.

Der Nachteil ist die Belastung. Der plötzliche Verbrennungsstoß trifft Kolben, Pleuelstangen und Kurbelwellenlager mit brutaler Kraft. Billiger Kraftstoff, schlechte Abstimmung, mageres Luft-Kraft stoff-Verhältnis oder Kohlenstoffablagerungen können Klopfen verursachen, das den Motor in Sekunden zerstört. Stickoxid-Kits erfordern Präzision: korrekte Düsenauslegung, sauberes Kraftstoffsystem, ausreichender Kraftstoffdruck, starke Zündanlage und gut abgestimmte Zündkerzen, die die Hitze aushalten. Viele schwache oder Serie-Motoren halten das ohne innere Umbauten einfach nicht aus.

Warum es funktioniert und warum es schiefgeht

Stickoxid ist farblos, geruchlos und in reiner Form nicht brennbar, es fügt also keinen Kraftstoff hinzu. Es liefert nur Sauerstoff zur Verbrennung. Weil der Motor plötzlich mehr Sauerstoff zur Verfügung hat, kann mehr Kraftstoff sicher eingespritzt werden, und die resultierende Verbrennung setzt viel mehr Energie frei. Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren im Motorsport eingesetzt und ist im Dragster-Sport noch immer beliebt, wo nur die Beschleunigung über 100 Meter zählt.

Straßenwagen und Hobby-Racer nutzen kleinere, sanftere Systeme, oft Fogger oder progressive Kits genannt, die graduell oder in Stufen zuschalten, um den Stoß zu reduzieren. Ernsthafte Konkurrenten verwenden Direkteinspritzung, bei der Stickoxid in jeden einzelnen Zylinderlauf spritzt und feinere Kontrolle und Ansprache bietet. Trockene Kits spritzen nur Stickoxid und verlassen sich auf das vorhandene Kraftstoffsystem; nasse Kits haben eine separate Kraftstoffdüse, um den Stickoxidfluss abzustimmen. Die Terminologie variiert, und die Kultur um Stickoxid ist tief in der Dragster-Slang verwurzelt, wo on the button gehen oder spritzen bedeutet, das System zu aktivieren.

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