Luv
Englisch: high
Seite, die dem Wind zugekehrt ist oder sich in die Windrichtung erstreckt
hoch: zum Wind hin, der Kurs, der zählt
In der Seefahrt und Navigation bedeutet hoch, dass sich ein Schiff näher in die Richtung positioniert, aus der der Wind weht. Ein Schiff, das hoch läuft, segelt näher am Wind als ein anderes Schiff oder näher am Wind als sein eigener vorheriger Kurs. Es ist das Gegenteil von tief, was bedeutet, dass es weiter vor dem Wind liegt. Der Begriff beschreibt die relative Position und den Kurs im Verhältnis zur Windrichtung, nicht die Höhe oder den geografischen Breitengrad.
Das Konzept ist grundlegend für die Segeltrimmung und Kollisionsvermeidung auf See. Ein Segelschiff kann näher in den Wind zeigen, indem es die Segel trimmt und einen kleineren Winkel zum Wind steuert. Diese Fähigkeit, Höhenanwartschaft genannt, hängt vom Rumpfdesign, der Segelkonfiguration und den Windverhältnissen ab. Ein Schiff, das hoch läuft, opfert Geschwindigkeit für Kursgewinn. Motorgetriebene Schiffe verwenden den Begriff ebenfalls beim Manövrieren im Verhältnis zum Wind, besonders beim Anlegen oder wenn Schleppoperationen eine Position relativ zu Wind und Strömung erfordern.
Hoch und Tief in der praktischen Seemannschaft
Wenn zwei Segelschiffe auf Kollisionskurs sind, hat das Schiff, das hoch liegt, nach den Rennregeln Vorfahrt; es kontrolliert den Windschatten und kann das tiefer liegende Schiff zum Ausweichen zwingen. In engen Ankerplätzen oder beim Hafen einlaufen bittet ein Lotse oder Kapitän, hoch an einem Fahrwasser oder einem Wrack vorbei zu fahren, um mehr Platz zu gewinnen. Die Richtung ist immer relativ zum Wind, nicht zur Kompassrichtung: eine Windänderung ändert, welcher Kurs hoch ist, selbst wenn das Schiff denselben Kurs behält.
Der Begriff erscheint in Bordordnungen und Anlegeanweisungen, oft mit Entfernung oder Peilung gekoppelt: "Ankern Sie hoch des Fahrwassers" oder "Halten Sie den Schlepper hoch vom Heck." Verwirrung entsteht, weil hoch in diesem Zusammenhang nichts mit Höhe, geografischem Breitengrad oder der auf einer Karte als Norden markierten Richtung zu tun hat. Neue Besatzungsmitglieder verwechseln es manchmal mit einer Kompassrichtung, bis sie lernen, dass die Windrichtung die einzige Bezugsrichtung ist, die zählt.