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Schiffbau und Werft

rudern

Englisch: row

Ein Boot oder andere Wasserfahrzeuge mit Rudern über das Wasser fortbewegen.

Rudern: ein Boot mit Rudern gegen den Wasserwiderstand vorwärtsbewegen

Rudern bedeutet, ein Boot durch das Wasser zu treiben, indem man Ruder in einer koordinierten, rhythmischen Bewegung durchs Wasser zieht. Jedes Ruderblatt erfasst das Wasser während des Kraftschlags und erzeugt Vortrieb durch die mechanische Hebelwirkung des Ruders, tritt dann auf dem Rückschlag aus dem Wasser aus, während sich der Ruderer auf den nächsten Zug vorbereitet. Die Rudergabel, eine U-förmige Schwinge an der Bordwand, dient als Drehpunkt.

Die Rudertechnik unterscheidet sich je nach Bootstyp und Besatzungsgröße. Ein einzelner Ruderer sitzt in einem kleinen Tender oder Skiff mit zwei Rudern, eines in jeder Hand. Ein Ruderboot oder eine Barkasse kann mehrere Ruderer in einer Reihe haben, jeder mit einem Ruder. Rennboote und Rennschalen sind für Geschwindigkeit optimiert, mit leichtem Aufbau und präziser Besatzungsabstimmung; Zeitabweichungen zwischen Ruderern führen zu Stampfbewegungen und Effizienzverlusten. Arbeitsbote und Rettungsboote setzen auf Stabilität und Kraft; ihre Besatzungen ziehen schwerere Ruder unter raueren Bedingungen.

Die Leistung eines Ruderers hängt von Körpergewicht, Kraft und dem Übersetzungsverhältnis ab, das durch Ruderlänge und Rudergarbenposition bestimmt wird. Der Wasserwiderstand nimmt mit der Bootsgeschwindigkeit und der benetzten Rumpffläche zu. Ermüdung tritt schnell ein, da Rudern fast den gesamten Körper beansprucht, besonders die Beine, den Rücken und die Schultern. In schwerem Seegang oder starken Strömungen haben selbst erfahrene Ruderer Schwierigkeiten, Vorwärtskommen zu halten; Rudern wird dann eher zur Halteaktion als zu stetigen Fortschritten.

Der Begriff "Rudern" erscheint in Schiffswerftkontexten bei der Diskussion von Hilfsantrieben für Schiffe ohne Motoren, in Notfallverfahren für Rettungsboote und beim körperlichen Training von Besatzungen. Moderne Handelschiffe verlassen sich selten auf Rudern, doch Rettungsbootbesatzungen trainieren noch immer Rudertechniken, weil Ruder keinen Treibstoff benötigen und funktionsfähig bleiben, wenn Motoren ausfallen. Kleinbootführer und Hafenarbeiter nutzen Ruder immer noch für präzises Manövrieren in engen Räumen, wo Motoren unpraktisch oder verboten sind.

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