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Luftfahrttechnik

Kiss

Englisch: kiss

Eine Kollision mit geringer Geschwindigkeit zwischen den Hüllen zweier Heißluftballons in der Luft, die in der Regel keinen Schaden oder Verletzungen verursacht.

Kiss: eine sanfte Ballonberührung, die weitgehend harmlos ist

Im Heißluftballonbetrieb entsteht ein Kiss, wenn die Stoffhüllen zweier Ballons während des Fluges bei niedriger Geschwindigkeit aneinander geraten, typischerweise beim Aufstieg, Abstieg oder wenn Ballons auf ähnlicher Höhe nebeneinander schweben. Der Kontakt ist so leicht, dass er keinen Strukturschaden an einem der Ballons verursacht und ein minimales Risiko für Besatzung oder Passagiere darstellt. Der Begriff beschreibt eine spezifische Art von Zwischenfall, die sich durch ihre Sanftheit und die beteiligten Materialien von schwerwiegenderen Kollisionen unterscheidet: die Nylon- oder Polyesterhülle kann sich berühren, ohne zu reißen oder gefährliche Zustände zu schaffen.

Kisses treten am häufigsten bei überfüllten Ballonevent oder Ballonfestivals sowie bei Trainingsflügen auf, bei denen mehrere Ballons denselben Luftraum nutzen. Zwei Ballons, die auf demselben Luftstrom auf ähnlicher Höhe treiben, können sich allmählich nähern. Da Ballons einmal in der Luft eine minimale aktive Kontrolle haben und Piloten Driftmuster bei leichten oder wechselhaften Winden nicht zuverlässig vorhersagen können, werden Nahbegegnungen in belegtem Luftraum unvermeidlich. Die geringe relative Geschwindigkeit zwischen Ballons führt zu einem sanften Streifen statt zu einer Kollision.

Warum ein Kiss im Betrieb zählt

Obwohl Kisses keinen Strukturschaden verursachen, signalisieren sie Piloten und Sicherheitsbeamten, dass Ballontrennnungsverfahren überprüft werden müssen. Veranstalter staffeln Ballonstarts nach Höhe oder Windschicht oder verteilen Startplätze geografisch, um Kisses zu minimieren. Wiederholte Kisses beim gleichen Event können auf schlechte Startkoordination oder unerwartete Windbedingungen hindeuten. Aus Versicherungs- und Haftungsgründen muss auch ein sanfter Kiss dokumentiert werden, und beide beteiligten Besatzungen tauschen Kontaktdaten aus und reichen Zwischenfa berichte bei der zuständigen Ballonflugbehörde ein.

Der Kiss unterscheidet sich deutlich von echten Kollisionen, die bei höheren Geschwindigkeiten oder mit Verwicklung, Korbkontakt oder Hüllenriss auftreten. Ein Kiss hinterlässt auf dem Ballonstoff keine Spuren außer möglicherweise leichten Kratzspuren von Nylon-auf-Nylon-Kontakt. Piloten und Besatzung erkennen Kisses sofort am charakteristischen sanften Aufprall und dem Fehlen von Alarmen, Geräteschäden oder Verletzungen. Der umgangssprachliche Charakter des Begriffs spiegelt die nachgiebige Physik wider: zwei riesige, leichte Strukturen berühren sich mit Gehgeschwindigkeit oder langsamer.

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