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Luftfahrttechnik

Krueger-Klappe

Englisch: Krueger flap

Auftriebshilfgerät an der Flügelvorderkante von Flugzeugen.

Krueger-Klappe: Hochauftriebsgerät an der Flügelvorderkante für Langsamflug

Die Krueger-Klappe ist ein angelenktes Bedienelement, das auf der Unterseite der Flügelvorderkante eines Flugzeugs angebracht ist und nach unten und vorn ausgefahren wird, um die Flügelwölbung beim Starten und Landen zu erhöhen. Im Unterschied zu einem Vorflügel, der einen Spalt an der Vorderkante öffnet, dreht sich die Krueger-Klappe um einen Angelpunkt hinter der Vorderkante selbst, wodurch die Unterseite der festen Flügelstruktur freiliegt und zusätzliche Wölbung entsteht, ohne dass eine Spalte auf der Druckseite entsteht.

Der Mechanismus wirkt sich durch die Veränderung der effektiven Profilform bei niedriger Fluggeschwindigkeit aus. Bei Ausfahrt, typischerweise 5 bis 25 Grad je nach Flugzeugtyp, erhöht sie den maximalen Auftriebsbeiwert des Flügels um 15 bis 30 Prozent. Das ermöglicht es dem Flugzeug, während des Anflugs und des Steigflugs sicher in niedrigeren Geschwindigkeitsbereichen zu fliegen, reduziert die Startrollstrecke und verbessert die Steigleistung bei schweren Lasten oder vom Hochland aus. Die Klappe wird normalerweise automatisch oder durch Piloteneingabe während der Ausfahrt des Fahrwerks betätigt.

Krueger-Klappen sind häufig bei großen Transportflugzeugen und einigen Business Jets anzutreffen, darunter die Boeing 737 und bestimmte Airbus-Modelle. Die Klappe wird hydraulisch angesteuert und muss vor Erreichen der Reisefluggeschwindigkeit, typischerweise etwa 250 Knoten angezeigte Fluggeschwindigkeit oder höher, vollständig eingezogen werden, um aerodynamisches Flattern und strukturelle Beanspruchung zu vermeiden. Positionssensoren bestätigen Aus- und Einfahrt für Flugmanagement-Systeme und Besatzungsanzeigen.

Wartungstechniker überprüfen die Klappenbetätiger, Lager und Dichtungen auf Verschleiß und Korrosion, da Salzwasser und thermische Wechselbelastung die hydraulische Dichtheit beeinträchtigen können. Der Ausfahrmechanismus muss reibungslos ohne Zögern arbeiten, und jede Asymmetrie zwischen linker und rechter Klappe während der Ausfahrt kann unerwünschte Rollmomente verursachen, die sofortige Gegenmaßnahmen erfordern. Das Gestänge und die Justierung müssen auf Spiel überprüft und korrekte Zentrierung über den gesamten Bewegungsbereich gewährleistet sein.

Der Name geht auf den Erfinder oder Hauptentwickler aus der deutschen Flugzeugbautradition zurück. Die Krueger-Klappe unterscheidet sich von verbreiteten Hochauftriebsgeräten an der Flügelhinterkante dadurch, dass sie von der Vorderkante aus arbeitet und somit ein kritisches Element des gesamten Flügelsystems für den sicheren Betrieb im Langsamflugbereich darstellt.

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