LaSalle
Automobilmarke der General Motors, hergestellt von 1927 bis 1940.
LaSalle: General Motors' Mittelklasse-Marke zwischen Buick und Cadillac
LaSalle war eine Automobilmarke von General Motors, die zwischen Buick und Cadillac positioniert war. Sie wurde 1927 eingeführt und 1940 eingestellt. Die Marke bediente ein spezifisches Marktsegment: Käufer wollten Cadillac-Styling und Engineeringqualität, aber zu Preisen näher an Massenmodellen. LaSalle nutzte Cadillac-Chassis, Motoren und Baugruppen, aber in vereinfachten Konfigurationen mit weniger aufwendiger Innenausstattung und Außendetails.
Die frühen LaSalles bis Anfang der 1930er Jahre verwendeten Cadillac-V8-Motoren mit 303 Kubikzoll Hubraum. Mitte der 1930er Jahre blieb der Motor weitgehend unverändert, aber Leistung und spezifische Anwendungen variierten je nach Modelljahr. Die Karosserie stammte von Fisher Body, der GM-Tochter, die die meisten GM-Divisionen belieferte. Das Styling war charakteristisch Art Deco mit längeren Motorhauben und eleganten Proportionen, die LaSalle von den praxisnäheren Buick-Modellen unterschieden.
Die LaSalle-Verkäufe erreichten ihren Höhepunkt Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre, gingen dann zurück, als die Große Depression die Konsumausgaben nach unten drückte. Ab 1934 hatte die Marke ihre klare Marktposition verloren. Cadillac selbst bot preisgünstigere Modelle an, die LaSalle unterboten, und Buick war leistungsstärker und attraktiver geworden. Der letzte LaSalle wurde 1940 gebaut; GM stellte die Marke im Zuge der Kriegsproduktions-Konsolidierung ein und belebte sie nach 1945 nie wieder.
Der Name stammte von René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle, dem französischen Entdecker. Das Marketing von GM wählte historische Persönlichkeiten für Markennamen; die Wahl sollte europäische Raffinesse und Tradition vermitteln. Die Marke erreichte nie das Prestige von Cadillac oder die Absatzmenge von Buick, bleibt aber bedeutsam in der Automobilgeschichte als Beleg für GMs Strategie, Händlernetze und Kundenloyalität durch unterschiedliche Marken in jedem Preissegment der Konzerns zu maximieren.