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Drucktechnik

Linoleumblock

Englisch: linoblock

Linoleumblock für den Hochdruck.

Linoleumplatte: Geschnittenes Linoleum für Hochdruckverfahren

Eine Linoleumplatte ist ein Linoleumblatt, das auf einem Holz- oder Sperrholzuntergrund befestigt ist und im Hochdruckverfahren geschnitten wird, um eine Druckform zu schaffen. Der Künstler oder Techniker trägt Material von der Oberfläche ab und hinterlässt erhabene Stellen, die Farbe aufnehmen und ein Bild auf Papier oder Stoff übertragen. Das Linoleum selbst ist ein Verbundwerkstoff aus Leinöl, Korkstaub, Holzmehl und Harzen, die auf einen Jute- oder Leinenträger gepresst werden, typischerweise 3 bis 6 Millimeter dick. Der Holzuntergrund sorgt für Stabilität und eine Fläche zur Befestigung auf einer Druckmaschine oder einem Handdrucksystem.

Linoleumdrucke gehören wie Holzschnitte und Metallreliefplatten zur Familie der Hochdruckverfahren. Anders als Holz ist Linoleum in Dichte und Struktur gleichmäßig, was es fehlerverzeihender beim Schneiden macht. Es splittert nicht und ermöglicht feinere Detailarbeiten. Das Material reagiert gleichmäßig auf Schnittwerkzeuge, ob V-Stichel, U-Stichel oder spezielle Burins. Platten sind entweder bereits auf Holz montiert oder unmontiert als rohe Blätter erhältlich, je nach Auftrag. Die industrielle Produktion nutzt sie für Textildruck, dekorative Papiere und kleine Auflagen, wo eine Metallplatte unwirtschaftlich wäre.

Der Schnittvorgang bestimmt das Endergebnis. Ausgeschnittene Stellen ergeben weiße oder unbedruckte Flächen, erhabene Flächen nehmen Farbe auf. Wärme kann Linoleum leicht erweichen und das Schneiden erleichtern, aber industrielle Platten werden normalerweise in kaltem Zustand bearbeitet. Nach dem Schneiden wird die Platte mit einer Walze oder von Hand mit einem Pinsel eingefärbt und dann unter mäßigem Druck auf den Bedruckstoff gepresst. In die Platte eingeschnittene Passermarken helfen beim Ausrichten mehrerer Druckgänge auf demselben Blatt, was für mehrfarbige Arbeiten oder große Auflagen unverzichtbar ist.

Linoleum nutzt sich mit der Verwendung ab. Die Kanten von feinen Schnitten können nach Tausenden Abdrücken eindrücken oder abblättern und die Schärfe langsam beeinträchtigen. Platten werden flach gelagert und vor übermäßiger Hitze und Feuchtigkeit geschützt, die den Holzuntergrund verziehen können. Eine gut gepflegte Platte kann zwischen 5.000 und 10.000 brauchbare Abdrücke bringen, bevor merklicher Verschleiß sichtbar wird, abhängig von Schnitttiefe und angewendetem Druck.

Der Begriff Linoleum leitet sich vom Leinölanteil ab. Der Druck auf Linoleum wurde erst nach der Erfindung von Linoleum in den 1860er Jahren als Bodenbelag industriell praktikabel. Drucker erkannten schnell seinen wirtschaftlichen Wert und die Schneidbarkeit, und es ist immer noch Standard in Schulen, Kleindruckereien und handwerklich orientierten Druckbetrieben, wo gestalterische Flexibilität und niedrige Rüstkosten die Geschwindigkeitsvorteile von Photopolymer- oder Metallplatten aufwiegen.

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